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Familienbetrieb eröffnet Museum

Seegers & Sohn: Für Queen und Kanzlerin Familienbetrieb eröffnet Museum

Eines hält die Fahne noch hoch: In der traditionsreichen Weberhochburg Steinhude ist das Unternehmen Seegers & Sohn das letzte, das auch nach 250 Jahren noch erfolgreich mit eigenen Produkten am Markt besteht. Einen Einblick in die Geschichte gibt der renommierte Familienbetrieb jetzt auch in einem eigenen Museum.

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Die Weberei Seegers & Sohn in Steinhude besteht seit 250 Jahren in Steinhude und eröffnet ein eigenes Museum. Seniorchef Friedrich Seegers (links) mit seinen Kindern Lara Himmel und Adrian Seegers in der aktuellen Produktion.

Quelle: sok

Steinhude. Auf Tischwäsche aus Leinen und Baumwolle hat der Betrieb sich spezialisiert, die vor allem in Hotels und Gaststätten der oberen Kategorien geliefert wird. Auch die englische Königin, die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident haben schon an Tischdecken aus Steinhude getafelt, die im Bückeburger Schloss ebenso zu finden sind.
Die 20 Webmaschinen könnten heute auch elektronisch gesteuert werden, doch durch sie rattern noch immer Lochkarten. Rund 30 000 unterschiedliche Webmuster hat das Unternehmen noch in dieser Form vorrätig. „Die Digitalisierung habe ich der nächsten Generation überlassen“, sagt Seniorchef Friedrich Seegers verschmitzt. Diese, die neunte nämlich, sitzt schon mit am Tisch: Sohn Adrian ist mit in die Geschäftsführung eingetreten, während Tochter Lara Himmel für das Privatkundengeschäft verantwortlich ist.
Mit 25 Mitarbeitern hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 2,5 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet, und das zu einem großen Teil auch in Österreich und der Schweiz. Das Baumwollgarn kommt heute aus Griechenland, das Leinen wird in Italien aus flandrischem Flachs gesponnen.
Dabei war der heutige Erholungsort Steinhude gerade wegen der eigenen Flachsfelder einst zur Weberhochburg geworden. Um die Wende zum 20. Jahrhundert stiegen die Unternehmen auf Maschinen um. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg gab es sieben Fabriken im Ort. Seit rund 40 Jahren produziert aber nur noch Seegers & Sohn.
Die Idee für das Museum kam von Kunden, berichtet Lara Himmel: „Leider können wir aus Sicherheitsgründen keine Führungen durch den laufenden Betrieb machen“, sagt sie. Der neu eingerichtete Ausstellungsraum birgt nicht nur historische Maschinen: Die Schärmaschine, die den Raum dominiert, wird gelegentlich noch benutzt. Doch auch alte Geschäftsbücher sind zu sehen – und ein klassischer Handwebstuhl.
 

+ Das Museum an der Bleichenstraße 28 in Steinhude ist über den Fabrikladen zu erreichen und ist damit montags bis sonnabends von 10 bis 18 Uhr, sonn- und feiertags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

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