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Faurecia schluckt Amminex

Stadthagen/Wirtschaft Faurecia schluckt Amminex

Faurecia hat seine Beteiligung am dänischen Unternehmen Amminex auf 91,5 Prozent erhöht. Die Dänen gelten als Experten in der Behandlung von Stickstoffoxiden. Faurecia mit deutschem Hauptsitz in Stadthagen hatte sich erstmals 2011 mit damals knapp rund 20 Prozent an Amminex beteiligt.

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Zu 91,5 Prozent gehört Amminex jetzt Faurecia. Das soll dem Bereich Emissions-Kontrolltechnologien zu Gute kommen.

Quelle: dpa

STADTHAGEN. „Ich freue mich über die verstärkte Beteiligung“, kommentierte Christophe Schmitt den Schritt. Schmitt leitet bei Faurecia den Bereich Emissions-Kotrolltechnologien. Faurecia habe jetzt die Möglichkeit, den Einsatz eines ASDS genannten Systems „für alle Fahrzeugtypen deutlich zu beschleunigen“. Amminex habe mit ASDS eine Möglichkeit gefunden, den Stickoxid-Ausstoß bei Dieselmotoren fast vollständig zu eliminieren.

Faurecia arbeitet bereits seit 2009 mit Amminex zusammen. Zuletzt besaß der Stadthäger Autositzexperte 42 Prozent des dänischen Unternehmens. Die restlichen Anteile hält die dänische Stiftung Nordea-fonden.

Auf dem Pariser Autosalon stellte Faurecia kürzlich ASDS für Pkw vor. Derzeit werden laut Unternehmen intensiv weitere Anwendungen geprüft, so zum Beispiel in Gelände-Fahrzeugen und Motoren mit hoher PS-Zahl, wie sie in Schiffen zum Einsatz kommen.

Amminex beschäftigt am Hauptsitz in Søborg nahe Kopenhagen 50 Mitarbeiter und verfügt über eine Produktionsanlage auf 6500 Quadratmetern in Nyborg. Die Unternehmensgründer Annika Isaksson und Tue Johannsen behalten laut Faurecia ihre Positionen als Geschäftsführerin beziehungsweise Technologie-Chef.

Anfang des Jahres sind Pläne von Faurecia bekannt geworden, in Stadthagen einen 35-Millionen-Euro-Neubau am Standort Stadthagen zu errichten. Das Projekt, für 2016 anvisiert, wurde auf 2017 verschoben. Mutmaßlich dürfte die Entscheidung auch mit der Abgas-Krise beim VW-Konzern zu tun haben, der zu Faurecias wichtigsten Kunden zählt. r, jcp

Testläufe in London und Kopenhagen

ASDS wurde laut Faurecia konzipiert, um herkömmliche schwere Behälter von Filtertechnologien durch leichtere, hocheffiziente Kartuschen zu ersetzen. Das System benötige nur halb so viel Volumen, um die gleiche Ammoniakmenge wie vergleichbare Lösungen einzulagern. Bis zu 99 Prozent Stickoxid-Schadstoffe würden aus Abgasen eliminiert. Nachgewiesen worden sei das in Bussen während mehr als 15 Millionen Kilometern Fahrt unter realen Bedingungen auf den Straßen von Kopenhagen und London.  r

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