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Finanz-Experte macht Mut

Bert Flossbach spricht vor 400 Anlegern Finanz-Experte macht Mut

Eine kleine Zeitreise ins Jahr 2006 und zurück ins Hier und Jetzt haben die mehr als 400 Gäste im Palais im Park unternommen. Investment-Experte Bert Flossbach aus Köln zeigte den Besuchern auf Einladung von Stansch Kapitalmanagement wie sich Vermögen vor den Folgen der Krisen schützen lässt.

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Referent Bert Flossbach zeigt im Palais im Park auf, wie sich Vermögen vor den Folgen der Krisen schützen lassen.  Foto: bes

Bad Eilsen. „Wären wir vor 2007 eingeschlafen und hätten uns nach dem Aufwachen heute Morgen die Menschen erzählt, dass zehn Billionen Anleihen eine negative Rendite haben, wir hätten es wohl nicht geglaubt“, sagte Flossbach. Ebenso wenig hätten es die Zeitreisenden wohl für möglich gehalten, dass eine Stadt wie Köln im Jahr 2016 ökonomisch gesehen pleite sei.

Anschaulich und pointiert gab der Finanzexperte Einschätzungen zu Themen wie der Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Eurorettung.
Anhand eines Immobilienangebots in Stadthagen rechnete er die Rendite-Aussichten der unterschiedlichen Investitionsmöglichkeiten vor. So seien Immobilien etwa nur unter bestimmten Gesichtspunkten für Anleger die richtige Entscheidung, etwa bei der Eigennutzung, sagte Flossbach.

Die Idee Mario Draghis, Chef der Europäischen Zentralbank, durch sogenanntes Helikoptergeld die Inflation anheizen zu wollen, beurteilte der Kölner Experte skeptisch. So habe eine Umfrage im Auftrag seines Unternehmens gezeigt, dass lediglich die Hälfte der 600 Befragten ein mögliches Geldgeschenk vom Staat zum Konsum nutzen wolle.

Aller Unwägbarkeiten und Herausforderungen zum Trotz gebe es jedoch ausreichend Anlässe, „den Kopf nicht in den Sand zu stecken“, wie der Referent betonte. Selbst Schwankungen an den Märkten seien per se nichts Bedrohliches, vielmehr sollten die Anleger diese sogenannte Volatilität als Chance erkennen, schloss Flossbach.

2 Bert Flossbach ist Mitbegründer der Flossbach von Storch AG, die ihren Sitz in Köln hat. Das Unternehmen hat 140 Mitarbeiter und verwaltet für Anleger ein Vermögen von rund 22 Milliarden Euro. Zum Portofolio gehören 15 Publikumsfonds und 25 Spezialfonds. 1999 wurde der erste Fonds der Flossbach von Storch AG aufgelegt. bes

Drei Fragen an Flossbach

Viele Sparkassen und Volksbanken, Lebensversicherer und Pensionskassen stöhnen unter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Einige Experten sagen, dass 2018 damit Schluss ist. Wann werden sich Ihrer Einschätzung nach die Zinsen normalisieren?
Im Grunde genommen ist es schwer vorstellbar, dass es in absehbarer Zeit hohe Zinsen geben wird, ansonsten droht unser System zu kollabieren. Es wird auf jeden Fall ein Wirtschaftswachstum brauchen, sonst fallen viele Staaten und Schuldner um. Ich gehe davon aus, dass die Niedrigzinsphase in der EU, den USA und Japan fortgesetzt wird.

Die Niedrigzinspolitik, die Finanzkrise und die Milliardenkosten für die Bankenrettung werden von vielen Fachleuten als Gefahr für das Wirtschaftssystem und sogar für die Gesellschaftsordnung angesehen. Es hat den Eindruck, als ob wir auf eine Klippe zurasen. Wie gefährlich sind die Auswirkungen wirklich für uns?
Wir wissen nicht, wann und in welcher Form der Crash kommt. Auch ein Blick in die Geschichte hilft nicht. Die USA haben sich in den fünfziger Jahren durch staatlich gedeckelte Zinsen und eine darüber liegende Inflation entschulden können. Die Verschuldungsquote sank von 116 Prozent auf 66 Prozent. Unser heutiges Problem ist, dass wir weltweit diese hohe Verschuldung und kein Wirtschaftswachstum haben.

Würde ein Schuldenschnitt in dieser Situation helfen?
Ein Schuldenschnitt würde alles zum Kippen bringen. Auch Versorgungswerke, regionale Banken und Lebensversicherer wären davon betroffen. Und damit wäre auch jeder Sparer und Rentner betroffen. Die Politiker sind für diese besondere Situation sensibilisiert, aber ein „Weiter so“ ist keine Lösung. Die für eine Entschuldung wie in den Fünfzigern notwendige Inflation wird es nur geben, wenn das Vertrauen in das Geld verloren oder Helikoptergeld eingeführt wird. Dies kann also eine Lösung sein, allerdings werden dann einige Betroffene durch die Inflation verlieren.

Interview: Benjamin Schrader

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