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Fritz Pape: Nimmermüder Antreiber

40 Jahre SN Fritz Pape: Nimmermüder Antreiber

Er gilt als einer der vier „Schaumburger Wirtschaftsweisen“, kennt die ökonomische Entwicklung der vergangenen drei Jahrzehnte in der Region wie kaum ein anderer und ist Sprachrohr der „Wirtschaftsmacht von nebenan“: Fritz Pape prägt das Wirtschaftsleben im Landkreis seit mehr als 33 Jahren, 25 davon als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

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Seit 25 Jahren leitet Fritz Pape die Geschicke der Kreishandwerkerschaft.

Quelle: rg

Landkreis. „Seitdem bin ich treuer Leser der Schaumburger Nachrichten – insbesondere des Ressorts für die Wirtschaft in der Region“, bekennt der 58-Jährige. „Das gehört für mich zur täglichen Arbeit, und zwar nicht nur am Küchentisch. Ich arbeite die Zeitung quasi durch.“

Begonnen hat Papes Tätigkeit in Schaumburg am 1. Juli 1982. Damals übernahm er die Buchhaltung bei der Organisation, wurde später stellvertretender Geschäftsführer. „Zum Jahreswechsel habe ich dann den Posten von Heinz Engel übernommen und bin Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft geworden“, erinnert sich der 58-Jährige aus Hessisch Oldendorf.

„In den vergangenen 33 Jahren hat ein gravierender Wandel in der Struktur der Handwerksbetriebe stattgefunden“, blickt Pape zurück. Durch den Strukturwandel seien viele kleine und mittlere Unternehmen verschwunden. „Als ich 1982 hier angefangen habe, gab es in Schaumburg 120 Bäckereien und 60 Fleischereien. Deren Zahlen sind mittlerweile auf ein Sechstel zurückgegangen: Heute sind es nur noch 20 Bäckereien und zehn Schlachtereien im Landkreis.“ Die bestehenden Betriebe seien hingegen „förmlich explodiert“ und hätten mittlerweile ein Vielfaches an Mitarbeitern und Verkaufsstellen.

Zu den Höhepunkten seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der Schaumburger Kreishandwerkerschaft zählt Pape „die Zeit der Grenzöffnung“. Damals kamen zu unseren Innungssitzungen auch Kollegen aus der DDR, um sich über unsere Probleme zu informieren. Ihnen war klar, dass sie in absehbarer Zeit vor denselben Herausforderungen stehen werden. Diese Zeit war sehr spannend.“ Auch die in diesen Jahren angebahnte Kooperation zwischen den Landkreisen Schaumburg und Köthen habe dazu beigetragen, so Pape.

Als ebenso spannend hat der 58-Jährige die Podiumsdiskussionen bei den Regionalschauen empfunden. Zu seinen Gesprächspartnern gehörten dabei so prominente Gäste wie die damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder und Christian Wulff. „An solche Veranstaltungen denkst du noch nach Jahren zurück“, freut sich der Geschäftsführer und deutet auf ein Bild, das ihn mit Schröder zeigt.

Allerdings gab es in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur positive Entwicklungen für Pape und die von ihm vertretenen Betriebe. „Wenn ich den Umfang der Bürokratie der Jahre 1982 und 2015 miteinander vergleiche, dann liegen Welten dazwischen.“ Als ärgerlich empfindet Pape dabei, dass bereits zu Beginn der achtziger Jahre die Bundesregierung damit geworben habe, den Umfang der Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen zurückfahren zu wollen. „Stattdessen werden es von Jahr zu Jahr mehr Vorschriften. So etwas wie eine Gefährdungs- und Belastungsanalyse hat es 1982 noch gar nicht gegeben.“ Von außen auf das System geschaut, sei es ein Wunder, dass die kleinen und mittleren Betriebe überhaupt den Anforderungen nachkommen können „und das System überhaupt noch funktioniert“.

Den inoffiziellen Titel eines „Schaumburger Wirtschaftsweisen“ trägt der Hessisch Oldendorfer mittlerweile seit einem Vierteljahrhundert. „Die Idee hatte Günther Bartels 1990 als Vorstand der Volksbank Stadthagen für eine Veranstaltung mit Vertretern aus der Wirtschaft“, erinnert er sich. Seitdem gehört Pape zu den Dauergästen des Volksbank-Forums. Seine pointierten und bisweilen markigen Aussagen zum Wohl und Wehe der Unternehmen in Schaumburg haben bei den Besuchern der Traditionsveranstaltung immer wieder für Lacher gesorgt. bes

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