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Gewinn bleibt stabil bei 1,5 Millionen Euro

Bilanz der Sparkasse Weserbergland Gewinn bleibt stabil bei 1,5 Millionen Euro

Die Sparkasse Weserbergland hat im Jahr 2014 ihre Bilanzsumme auf 1,555 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,53) gesteigert, mehr Kundengeld, aber weniger Kredite verwaltet – und unter dem Strich mit 1,5 Millionen Euro genauso viel verdient wie im Vorjahr.

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Quelle: Wal

Weserbergland. Diese Zahlen lassen Sparkassen-Vorstandschef Friedrich-Wilhelm Kaup feststellen: „Wir sind Marktführer in der Region.“ Die Sparkasse Weserbergland verwaltet mit 338 Mitarbeitern 72558 Privat- und Geschäftsgirokonten.

 Die Bilanz 2014 weist auf der einen Seite ein Plus an Kundeneinlagen (von 1,101 auf 1,127 Milliarden Euro) sowie an Depotvolumen (von 267 auf 279 Millionen Euro) aus. Auf der anderen Seite weist die Bilanz jedoch ein Minus im Kreditgeschäft (von 906 auf 885 Millionen Euro) auf. In einer Niedrigzinsphase klingt dieses nicht unbedingt plausibel, das gesteht auch Kaup ein. In Zeiten, in denen Kunden für ihre Geldanlagen so gut wie keine Zinsen mehr bekommen, müsste der Einlagenbestand eigentlich sinken – tut er aber nicht. Zugleich sind aktuell Kredite äußerst günstig zu bekommen, was eigentlich die Nachfrage steigern müsste – tut es aber ebenfalls nicht. Kaup: „Auf der Habenseite fließen Guthaben aus Bausparverträgen und Lebensversicherungen auf die hohe Kante – allerdings liegt bei uns mit 566 Millionen Euro die Hälfte auf Tagesgeldkonten.

 Auf der Kreditseite macht sich der demografische Faktor quantitativ und qualitativ bemerkbar. Viele junge und gut ausgebildete Leute verlassen die Region. Das spüren wir dann zum Beispiel auch im Immobiliensektor.“

 Kaup holt aber noch weiter aus: „Die von der Europäischen Zentralbank mit politischem Mandat erzeugte Niedrigzinsphase schadet allen Sparern und auch den regional verankerten Geldinstituten, deren Geschäftsmodelle traditionell aufgebaut sind.“ Um die immer enger werdenden Margen auszugleichen, will die Sparkasse Weserbergland „das Geschäft, das die Zukunft bedeutet“, kräftig ankurbeln, wie Kaup ankündigt: „Wir müssen in Zukunft auch über unsere Öffnungszeiten hinaus für Kunden erreichbar sein. Deshalb investieren wir in diesem und im nächsten Jahr in digitale Technik und in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter.“

 Die Sparkasse Weserbergland sieht sich in einer guten Verfassung, das Institut verfügt über 108 Millionen Euro haftendes Eigenkapital. Je länger die Niedrigzinsphase andauert, desto größer dürfte der Druck auf alle regionalen Geldhäuser werden. Kaup: „Wir müssen gegensteuern, effizienter arbeiten, schlanker werden, Kosten senken. Das wird auch an den Mitarbeitern nicht spurlos vorbeigehen.“ Die normale Fluktuation werde genutzt, „um die Mitarbeiterzahl dem veränderten Kundenverhalten anzupassen“.

 Da die Niedrigzinsphase alle Banken und Sparkassen gleichermaßen trifft, sind auch Veränderungen am regionalen Bankenmarkt für Kaup durchaus denkbar: „In den nächsten fünf Jahren wird nicht alles so bleiben, wie es ist.“ Die Sparkasse Weserbergland, so der Vorstandschef, sei bereit, „allen Gremien für eine Veränderung mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“. Wunderbar, wenn man nur scheinbar nicht viel sagt. Doch im Banker-Deutsch sendet man wohl genau so eine geschickte diplomatische Note an die Sparkassen-Familie. tt

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