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„Goldeneye“ kommt nicht durch

Aufgepasst „Goldeneye“ kommt nicht durch

Er kommt im Gewand einer unauffälligen E-Mail mit Initiativbewerbung, will den Unternehmen aber ans Eingemachte – der Trojaner „Goldeneye“. Was nach James-Bond-Dramatik klingt, ist nicht mehr als eine digitale Erpressungsmasche, die in den heimischen Unternehmen bislang erfolglos blieb.

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Quelle: dpa

Landkreis. Nur, wenn der Empfänger eine Excel-Datei aus dem Anhang öffnet, nimmt das Unheil seinen Lauf. Die „Ransomware Goldeneye“ verschlüsselt die Daten des Rechners und verlangt 940 Euro in der digitalen Währung Bitcoin für die Entschlüsselung. Technische Hürden wie Firewalls, Spamfilter, Virenschutz und insbesondere die Vorsicht der Mitarbeiter hielten den Trojaner vor den Toren der Datenverarbeitung.

Achtsamer Umgang mit E-Mail-Verkehr

„Unser System hat Goldeneye vor einigen Tagen herausgefiltert. Wir sind schon seit Jahren digitalen Angriffen ausgesetzt und entsprechend gewappnet“, berichtet Unternehmenssprecher Mark Ziegler von Heye International aus Obernkirchen. Heye und andere Firmen setzen auf den achtsamen Umgang mit dem E-Mail-Verkehr. Bei Bio-Climatic aus Bad Nenndorf gingen kürzlich Bewerbungen von ausländischen Absendern als Betriebsschlosser, Master-Ingenieur oder Finanzbuchhalter ein.

„Da wir für diese Funktionen überhaupt keine Verwendung in unserem Betrieb haben, öffnen wir auch die E-Mails nicht“, erklärt eine Sprecherin. Das vergleichsweise kleine Unternehmen leistete sich vor zwei Jahren ein neues IT-System und achtet auf Warnungen der Industrie- und Handelskammer.

Auf der Hut

Selbst die Kreishandwerkerschaft ist auf der Hut und hält ihre Mitglieder auf dem Laufenden. „Die Warnung vor dem Trojaner ist heute aus Hannover bei mir eingegangen und wird an die Betriebe weitergeleitet“, sagt Geschäftsführer Fritz Pape. Vor einem Dreivierteljahr kam der Hinweis für einen Bückeburger Elektrikerbetrieb zu spät: „Nach einer Trojaner-Attacke dauerte es dort drei Tage, bis die Computer wieder aufgeräumt waren“, so Pape.

Der EDV-Spezialist eines großen Getränkeherstellers aus Rinteln beobachtet die zunehmende Flut zweifelhafter E-Mails seit einigen Jahren mit Argusaugen. „Für Betrüger ist es immer noch der einfachste Weg, an Geld zu kommen. Hier ist die Vorsicht jedes einzelnen Mitarbeiters gefordert“, so der Experte. Mit „Locky“, einem Vorläufer des „Goldeneye“-Trojaners war auch sein Unternehmen schon vor Monaten konfrontiert – „es ist ein Katz und Maus-Spiel“. geb

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