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Bad Nenndorf / Knoche Maschinenbau In der zweiten Dimension

Mit dem Maiszünslerschreck hat das Nenndorfer Maschinenbauunternehmen Knoche vor knapp fünf Jahren für Aufsehen gesorgt. Mittlerweile wird die zweite Generation des Ackergerätes getestet, mit dem Schädlinge mechanisch bekämpft werden können. Die bisherigen Ergebnisse sind Inhaber Jörg Knoche zufolge sehr vielversprechend. „Wir haben es geschafft, die Quoten des Vorgängermodells weiter zu erhöhen.“

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Bei der zweiten Generation des Maiszünslerschrecks werden die Stoppeln durch rotierende Metallgetriebe und Walzen zerfasert, sodass die Schädlinge nicht mehr in den Pflanzenresten überwintern können.

Quelle: pr.

Von Benjamin Schrader

Bad Nenndorf. Wie bei der vor etwa fünf Jahren vorgestellten Variante soll auch der Nachfolger die Maisstoppeln mechanisch zerstören, damit die Pflanzenreste dem Zünsler, einem Insekt, nicht als Überwinterungsquartiere dienen können. „Da wir die Stoppeln aufbrechen, verbessern wir auch die Humusbildung auf den Äckern“, nennt Knoche einen weiteren Vorteil des Gerätes. Zugleich verhindere das Aufbrechen der Pflanzenfaser, dass Pilzen wie dem Fusarium der Lebensraum entzogen wird.

Die Neuentwicklung verfügt nicht nur über eine Walzenreihe mit einem Vierkantprofil, die neue Generation des Zünslerschrecks hat auch per Motor betriebene rotierende Metallscheiben in einer entsprechenden Führung. „Diese Getriebe sind kurz über dem Boden vor den Walzen installiert, sodass stehen gebliebene Maispflanzen in einem ersten Schritt zerquetscht werden“, beschreibt Ingenieur Knoche die Veränderungen. Hatten bei der Vorgängerversion zwei hintereinander laufende Walzen mit Vierkantprofilen die Fasern der Pflanzenreste aufgebrochen, verfügt die jetzt entwickelte Variante nur noch über eine Walzenreihe. „Wir haben den Anstellwinkel verändert, sodass die Pflanzenreste dennoch zweimal getroffen werden“, betont Ingenieur Knoche die Veränderungen. „Die Kombination aus aktiver und passiver Stoppelbearbeitung gibt es bisher so nicht am Markt.“ Allerdings kann die Neuentwicklung nur an der Front eines Ackerschleppers zum Einsatz kommen. „Beim Vorgänger war auch der Heckeinsatz möglich.“

Die Weiterentwicklung des Maiszünslerschrecks geht indessen nicht allein auf das mittelständische Maschinenbauunternehmen aus Bad Nenndorf zurück. „Die Firma Baß, die Getriebe für die Erntemaschinen von großen Herstellern wie Claas produziert, ist auf uns zugekommen. Die Baß-Mitarbeiter hatten die Idee, die Bearbeitung der stehenden Pflanzenreste mit unserem Walzenkonzept zu kombinieren“, erklärt Knoche. Aufseiten der Nenndorfer übernahm der Produktdesigner und ehemalige Auszubildende Sascha Lorenz die Aufgabe, an der Weiterentwicklung zu arbeiten, wie der Unternehmenschef betont.

In den kommenden Monaten wollen Knoche und seine Mitarbeiter weiter an der Marktreife des Maiszünslerschrecks feilen. Bisher verfügt das Muster nur über vier Walzen. Da jedoch die Breite bei der Ackerbearbeitung für Landwirte ein entscheidendes Kriterium sei, gehe es um solche Details, hebt der Unternehmenschef hervor. Auch in anderen Bereichen werde an einer Optimierung gearbeitet, versichert der Unternehmenschef.

„Wir sind derzeit in der Probephase, erste Ergebnisse davon gibt es 2015. Daher rechne ich für 2016 mit dem Markteinstieg“, skizziert Knoche den weiteren Fahrplan. Trotz der Weiterentwicklung soll es den Maiszünslerschreck weiterhin auch in der Vorgänger-Variante geben.

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