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Investition in die Zukunft

Vom Auetal nach Lauenau Investition in die Zukunft

Das Unternehmen Weserbergland-Ei hat seinen Standort gewechselt. Mit dem Umzug von Auetal ins Gewerbegebiet an der A 2 in Lauenau bereitet Geschäftsführer Karl-Otto-Ernst Meyer auch den bevorstehenden Generationswechsel vor.

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Karl-Otto-Ernst Meyer plant an dem neuen Standort in Lauenau die Übergabe der Geschäftsführung an seinen Sohn.

Quelle: ber

Lauenau.  „Ich möchte meinem Sohn einen vernünftigen Betrieb hinterlassen.“

Der Standort Auetal sei für die Weserbergland-Ei zu klein geworden. „Wir konnten uns dort nicht so entfalten, wie wir uns das gewünscht hätten. Die Gemeinde ist uns nicht entgegengekommen“, erklärt Meyer, der selbst in Lauenau wohnt. Der ehemalige Gemeindedirektor Uwe Heilmann habe ihm in Lauenau den Erwerb eines Grundstücks an der Bundesstraße ermöglich. „Das war mir wichtig, damit unsere Werbeflächen auch sichtbar sind.“

Die Lagerhalle des Eierhandels hat sich durch den Umzug von 300 auf 500 Quadratmeter vergrößert, auch ein neues Bürogebäude hat Meyer gebaut. „Wichtig für uns war auch, dass wir die Halle höher bauen konnten. So können die Lkw zur Anlieferung direkt in die Halle fahren, und die Kartons werden bei Regen nicht nass.“

Die Höhe der Investition will Meyer nicht nennen, sagt aber: „Es war eine Menge. Ich habe in die Zukunft investiert.“ Die Zukunft, das ist auch sein Sohn Lars Rademacher. „Er wächst in seine Aufgabe als künftiger Geschäftsführer hinein“, sagt Meyer, der das Geschäft 1970 selbst von seinem Vater übernommen hat.

Ursprünglich war das Familienunternehmen als Geflügelzucht 1928 in Krainhagen bei Bückeburg gestartet, erst Karl-Otto-Ernst Meyer spezialisierte sich 1985 auf den Eierhandel. „Wir hatten nicht die Ländereien, um den Hühnerdung unterzubringen. Ich hätte daher sehr viel in neue Ställe und Anlagen investieren müssen. Mittlerweile bin ich in einem Farmverbund. Ich muss nicht mehr sonntags die Hühner füttern und mich um den Mist kümmern“, erklärt Meyer.

Die Eier liefert ein Partner aus dem Emsland, zweimal wöchentlich kommt eine Fuhre mit 100 000 Eiern, die Meyer und seine sechs Mitarbeiter an 350 Kunden in Hannover, Bückeburg, Minden, Hameln und Bad Oeynhausen weiter verteilen. Der Standort in Lauenau in unmittelbarer Nähe zur Autobahn sei daher ideal. „Wir beliefern Gastronomie, Hotels, Krankenhäuser, Altenheime, Bäckereien, Fleischereien, kleinere Lebensmittelgeschäfte und Großküchen“, zählt Meyer auf.

Neben rohen Eiern gehören auch fertiges Rührei, Eiweiß, Vollei, Eigelb, Eierstich und geschälte, gekochte Eier zum Sortiment.

Auch Rewe habe bereits mit einem Auftrag angeklopft. Meyer hat abgelehnt. „Wenn man sich in die Hände der Großen begibt, kann man nachts nicht mehr schlafen. Die Abhängigkeit ist zu groß, die können einem die Preise diktieren.“

Seine Erfahrung in der Geflügelzucht nutzt Meyer auch heute noch. In unregelmäßigen Abständen fährt er ins Emsland und stattet seinen Zulieferern einen unangemeldeten Besuch ab. Seine Devise: „Wenn es dem Tier gut geht, ist auch das Produkt gut.“ Als ein Stadthäger Betrieb ihn mit Eiern beliefern wollte, habe er sich dort ebenfalls den Stall angeguckt.

„Der Ammoniakgeruch dort drin war so stark, dass man keine zehn Meter in den Stall gehen konnte. Da habe ich zu meinem Sohn gesagt ,Von solchen Farmen darfst du keine Eier kaufen.‘ Wer für ein gutes Stallklima sorgt, hat zu 90 Prozent schon gewonnen.“

Auch wenn der Generationswechsel bei der Weserbergland-Ei bevorsteht, will sich Meyer nicht gänzlich aus dem Geschäft zurückziehen. „Ich schau mir das vom Schreibtisch aus an. Eine billigere Arbeitskraft als mich gibt es nicht.“ ber

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