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Kaum noch Möglichkeiten, das Taschengeld aufzubessern

Landkreis / Ferienjobs Kaum noch Möglichkeiten, das Taschengeld aufzubessern

Früher gehörte er zum Alltag vieler Schüler: der Ferienjob. Wer sich das Taschengeld aufbessern oder für einen neuen Computer sparen wollte, jobbte in den Ferien bei den Unternehmen der Region. Doch dieser Weg, um sich den ein oder anderen Euro dazuzuverdienen, ist offenbar selten geworden.

Landkreis (ssr, aw). „Einen Markt an klassischen Ferienjobbern gibt es im Handwerk nicht“, berichtet Fritz Pape, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schaumburg. Das liege unter anderem daran, dass gerade kleinere Firmen während der Sommerpause selber Betriebsferien machen. Hier und da gebe es aber Einzelfälle. „Das läuft dann meistens sehr spontan über Nachbarschafts- oder Freundeskontakte, wo der Klassenkamerad des Sohnes eines Handwerksmeisters diesen fragt: Kann ich mal 14 Tage helfen?“

Ähnliches berichtet auch Bruno Höwelkröger von der Weserbergland AG. Viele Ferienjobs werden demnach unter Mitarbeiterkindern oder in Verbindung mit einem Praktikum vergeben, aber: „Die meisten Unternehmen sind schon voll belegt.“ Die Nachfrage nach Ferienjobs ist dabei ungebrochen groß. Ein großes Schaumburger Unternehmen habe, so Höwelkröger, für seine 30 Plätze 200 Bewerber gehabt.

Schüler, die noch auf der Suche nach einem Ferienjob sind, sollten sich direkt bei den einzelnen Unternehmen melden, meint Höwelkröger. „Spontan geht immer mal was.“ Die Agentur für Arbeit kann hingegen kaum weiterhelfen. Ferienjobs würden „meistens unter der Hand vergeben“, sagte Cornelia Kurth, Leiterin der Stadthäger Geschäftsstelle. „Das geht komplett an uns vorbei.“

„Wir bieten Ferienjobs prinzipiell durchaus an, allerdings in einem recht überschaubaren Maße“, sagt Marcel Köster, stellvertretender Personalleiter von Bornemann pumps in Obernkirchen: „In etwa eine Handvoll werden es pro Sommerferienzeit wohl sein“. Bedarf bestehe gelegentlich für unterstützende Tätigkeiten, für die keine Vorbildung nötig sei, wie etwa im Wareneingang. Je nach Vorqualifikation könnten Ferienjobber aber auch im kaufmännischen Bereich eingesetzt werden, etwa bei der Materialbestellung. Zu Stande kommen die Kontakte nach den Worten von Köster nicht über die Agentur für Arbeit, sondern direkt, und zwar meistens „mit Kindern von Mitarbeitern oder deren Nachbarn oder weil man im Sportverein einen Jugendlichen kennt, der gerne jobben will“. Faurecia, einer der größten Arbeitgeber Schaumburgs, bietet nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren keine Ferienjobs mehr an.

Gut sieht es dagegen in der Gastronomie aus. Klaus Pittack, Vorsitzender des Dehoga-Kreisverbands, sagte, Ferienjobber seien in Schaumburgs Hotels und Restaurants sehr willkommen. Freundlichkeit, Sauberkeit, Ehrlichkeit und Schnelligkeit seien das Einzige, was sie als Voraussetzung mitbringen müssten.

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