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Lohmann fordert Willkommenskultur

Hameln / AdU-Herbstempfang Lohmann fordert Willkommenskultur

 „Über die Hälfte unserer Unternehmen verzeichnen gestiegene Umsätze und bezeichnen das Jahr als ein gutes Jahr. Doch zeichnen sich deutlich Eintrübungen der konjunkturellen Situation am Horizont ab.“ Mit diesen Worten hat Jürgen Lohmann den traditionellen Herbstempfang des Arbeitgeberverbandes der Unternehmen im Weserbergland (AdU) eröffnet, zu dem der Vorsitzende 440 Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik im Hamelner Weserbergland-Zentrum begrüßen konnte.

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 Rund 440 geladene Gäste hörten beim AdU-Herbstempfang im Weserbergland-Zentrum dem Gastredner, Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer (oben), aufmerksam zu.

Quelle: Dana

Als Hauptprobleme für die mittelständische Wirtschaft nannte Lohmann Russland und den Ukraine-Konflikt, den Mittleren und Nahen Osten mit Krieg und zerfallenden Staaten, ungelöste soziale und politische Probleme in China sowie Finanzprobleme in Südamerika.

 Angesichts sich perspektivisch verschlechternder Rahmenbedingungen, die von der heimischen Wirtschaft nicht beeinflusst werden könnten, appellierte Lohmann an die im Weserbergland Handelnden aus Politik und Verwaltung, Bestandspflege oder Standortsicherung zu betreiben und aktiv auf die Unternehmen zuzugehen, damit Problemlösungen auf kurzem Dienstweg zügig gemeinsam angegangen werden könnten. „Wir erwarten einen aktiven Unterstützungsprozess in effektiver Form“, sagte der AdU-Vorsitzende und nannte Unterstützung im Bereich der Fördermittelbeantragungen, bei Grundstückserweiterungen, bei Baugenehmigungen und auch den Erhalt einer ortsnahen Beschulung der Kinder als Beispiele. Lohmann: „Unsere Region muss nach außen eine deutlich freundlichere Willkommenskultur für Investoren und Mitarbeiter entfalten und darf eben nicht dadurch auffallen, als permanenter Nein-Sager zu vielen technischen Entwicklungen und Neuerungen dazustehen.“

 Unterstützung bekam Lohmann von Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, der als Gastredner gekommen war. „Das, was Sie zur Region gesagt haben, lässt sich auf Deutschland und auch Europa übertragen“, sagte der BDA-Chef, der in Holzminden sieben Jahre lang ein Internat besuchte, Beiratsmitglied der Firma Lenze in Groß Berkel ist und das Weserbergland bestens kennt. „Die Region ist ein ganz starker Bereich – auch, wenn er nicht an der Autobahn liegt“, sagte der Unternehmer aus Bremerhaven. Es gebe im Umkreis von 50 Kilometern um Hameln herum zahlreiche „Hidden Champions“ und damit mittelständische Unternehmen, die sich im globalisierten Wettbewerb gut positioniert hätten. Es mangele jedoch an der Außendarstellung der Region, die vielen unbekannt sei. Deshalb riet Kramer: „Schieben Sie die Wolken beiseite, damit das Weserbergland in der Öffentlichkeit wirksam wird.“

hjw

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