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MIT-Bundeschef warnt vor Transferunion

Carsten Linnemann in Bückeburg MIT-Bundeschef warnt vor Transferunion

„Eigentlich ist alles paletti“, hat Dr. Carsten Linnemann beim Neujahrsempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU im Hubschraubermuseum die gesamtwirtschaftliche Lage skizziert.

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Quelle: Symbolfoto

Bückeburg. Allerdings bestehe angesichts der Situation in Griechenland die Gefahr eines Dominoeffekts. „Wenn etwa bei den Wahlen in Spanien die Linken an die Macht kommen, und auch Frankreich weitere Veränderungen erfahren würde, dann wird es schwierig für Deutschland“, gab der MIT-Bundesvorsitzende seinen Zuhörern zu verstehen. „Dann wird die Wahrscheinlichkeit nennenswert, dass wir in Europa insgesamt in eine Transferunion rutschen, die sich unterhalb unseres derzeitigen Wohlstandsniveaus befindet.“

„Eine Währungsunion“, gab der aus Paderborn stammende Ehrengast zu bedenken, „funktioniert erst dann, wenn wir, wie etwa in Amerika, auch eine politische Union haben.“ In Europa sei es indes andersherum gemacht worden. Es sei zunächst die gemeinsame Währung eingeführt worden und erst danach sei versucht worden, eine politische Union zu schaffen. „Das wird schwierig und es wird auch nicht funktionieren“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. Schon deshalb, weil die europäischen Länder über unterschiedliche kulturelle Identitäten verfügten.

Mit Blick auf die bundesdeutsche Lage kehrte Linnemann mehr oder weniger zu seiner positiven Einschätzung zurück. Den Deutschen gehe es aus mehreren Gründen vergleichbar gut. Unter anderem, weil wir Anfang des Jahrtausends unter dem Stichwort „Agenda 2010“ etwas Richtiges geschaffen haben, dass derjenige, der arbeiten kann, dies auch tun soll. In dieser Sache habe Gerhard Schröder marktwirtschaftlich richtig gelegen, merkte der MIT-Bundesvorsitzende an.

Hinzu komme, dass hierzulande am verarbeitenden Gewerbe und am industriellen Mittelstand festgehalten worden sei. Anders als in anderen Ländern, in denen man eine Konzentration auf allgemeine und auf Finanzdienstleistungen bevorzugt habe.

Überdies habe es sich als vorteilhaft erwiesen, dass in der Bundesrepublik der überaus größte Teil der Wirtschaftsleistung von Familienunternehmen erbracht werde, in denen Haftung und Handlung in einer Hand lägen und in denen Generationen übergreifend und verantwortungsbewusst über die Zukunft nachgedacht werde.
Linnemann machte sich des Weiteren für die Beibehaltung der dualen Ausbildung im Handwerk stark.

Dabei sei es von Belang, den jungen Menschen, ähnlich wie im akademischen Bereich, Karrieremöglichkeiten zu bieten. „Wir sollten uns die Handwerksordnung noch einmal vornehmen“, empfahl der Referent den Mittelständlern im Hubschraubermuseum. bus

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