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„Man muss für seine Idee brennen“

Rinteln / Unternehmensbesuch „Man muss für seine Idee brennen“

Rund 3000 industriellle Arbeitsplätze hat das Schaumburger Land in den vergangenen zehn Jahren verloren, vor allem in Stadthagen. Der Landkreis versucht mit vielen Mitteln, Ersatz zu schaffen.

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 Betonen die Bedeutung von Innovationen: Ulrich Dammeyer (NBank, von links), Hans-Ulrich Born (Weserbergland AG), Ina Knoke-Strunk (Polyform) und Klaus Heimann (Landkeis Schaumburg).

Quelle: tol

Rinteln. Eines ist die Förderung von Innovationen. Kreisdezernent Klaus Heimann: „Wir werden diesen Weg weiter fortschreiten, ja wir müssen es.“ Und wie ideenreiche Unternehmen an Fördemittel kommen, das zeigte die Weserbergland AG jetzt in der Firma Polyform im Industriegebiet Süd.

 AG-Geschäftsführer Hans-Ulrich Born wies darauf hin, dass ein strukturierter Prozess am besten ist, um an Geld zu kommen, mit dem sich neue Produkte und Dienstleistungen erfolgreich an den Markt bringen lassen. Etwa 30 Vertreter von Firmen aus der Region wollten wissen, wie das geht. Das Schlüsselwort hieß „Go inno“ und beschrieb den Weg zu Investitionsgutscheinen für Unternehmen. Dabei helfen hierfür zertifizierte Berater.

 Dazu gehört auch Uwe Hermann vom Ingenieur-Büro UPW GbR. Hermann erklärte die hohe Bedeutung von Materialeffizienz, denn Materialkosten machten in einem durchschnittlichen produzierenden Betrieb 44,5 Prozent der Kosten aus, Personal hingegen nur 17,4 Prozent. „Und bei einer Umsatzrendite von drei Prozent müsste man den Umsatz um 42 Prozent steigern, um den gleichen Gewinn wie durch drei Prozent Senkung der Materialkosten zu erzielen.“

 Unternehmensberater Holger Schmidt beklagte, dass von zehn Ideen in einem Unternehmen acht im täglichen Betrieb versanden. „Deshalb muss Innovation gleich als Daueraufgabe in die Betriebspraxis eingehen“, riet Schmidt.

 Beide Referenten erläuterten, wofür es wie viel Geld gibt. Von der Potenzialanalyse über das Realisierungskonzept bis zum Projektmanagement und wie groß eine Firma sein darf, um Geld zu bekommen.

 Torsten Lühr, Betriebsleiter der Firma Edelstahl Nord, schilderte im Anschluss seine Idee und wie er Förderung genutzt hat. Der Blechverarbeitungsbetrieb steige mit einer Idee in das Geschäft der Entlüftung von Viehmastgroßställen ein. In den mehrstufigen Abluftfiltern komme als Innovation Plasmatechnik zum Einsatz. „Ohne Förderung hätten wir das nie geschafft“, sagte Lühr. „Vor allem nicht die aufwendige Dokumentation. Und erst nach zwei Jahren brachte uns das Projekt Profit ein.“

 Wolfgang Müller von der Firma PACKonzept in Niedernwöhren stellte den Weg von der Idee bis zur Marktreife dar und betonte: „Man muss für seine Idee brennen und total überzeugt sein, dass der Markt sie braucht, sonst kann man sie nicht verkaufen.“ Sein Unternehmen hätte das Glück gehabt, alle Schritte ohne fremde Hilfe realisieren zu können. dil

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