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Mehr Geld für Familienbetriebe

Landkreis / EU-Förderung Mehr Geld für Familienbetriebe

Als „überfällig“ hat der Schaumburger Kreislandwirt Cord Lattwesen die neue Verteilung der EU-Flächensubventionen für Landwirte bezeichnet. Durch die neue Struktur der Agrarförderung in den Jahren 2014 bis 2020 werden kleinere und mittlere Höfe bis zu rund 50 Hektar im Unterschied zu Großbetrieben im Vergleich zu bisher deutlich bevorzugt.

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Kleinere Höfe bis zu 50 Hektar werden bevorzugt, größere Betriebe müssen größere Einbußen hinnehmen.

Quelle: pr.

Von Stefan Rothe. „Wenn man es damit ernst meint, die bäuerlichen Familienbetriebe zu erhalten, dann ist das ein richtiger Schritt“, bewertete Lattwesen den Beschluss der EU-Agrarminister positiv. Ohne die Reform wären in näherer Zukunft viele Familienbetriebe in ihrer Existenz gefährdet.

 Auch die kleinen Betriebe seien in der jüngeren Vergangenheit „im Weltmarkt angekommen“, so Lattwesen, „die müssen mit ihren 50 Hektar gegen Konzerne mit Tausenden von Hektar konkurrieren, die ganz andere Kostenstrukturen haben“. Die bevorstehende neue Struktur der EU-Agrarsubvention schaffe also ein Stück mehr Gerechtigkeit, gab sich Lattwesen überzeugt.

 Von der neuen Regelung werden die meisten der Betriebe im Schaumburger Land profitieren. Denn deutlich mehr als die Hälfte der hiesigen Höfe bewirtschaften nach Angaben des Kreislandwirts weniger als 50 Hektar. Weil weitere knapp 30 Prozent der hiesigen Betriebe zwischen 50 und 100 Hektar bewirtschaften und ebenfalls unter großem Druck stünden, „erschiene mir eine Grenze bei 100 Hektar statt bei 50 Hektar für eine Besserstellung sachlich eher angemessen“, sagte der Kreislandwirt.

 Der Experte kritisierte, dass die EU-Flächensubventionen sich ausschließlich an der Größe der Fläche orientieren. „Bei Familienbetrieben gibt es statistisch deutlich mehr Arbeitsplätze pro Hektar als in der Agrarindustrie“, führte Lattwesen aus. In beschäftigungspolitischer Hinsicht wäre es also sinnvoll, so der Kreislandwirt, „die Prämien zumindest auch an dem Faktor der Arbeitskräfte pro Hektar zu bemessen“.

 Die Frage, ob er die Höhe der EU-Subventionen vom Grundsatz her für auskömmlich hält, beantwortete Lattwesen mit Blick auf die aktuelle Lage mit einem Ja. „Die Ertragslage ist derzeit so gut, dass wir mit den Zuschüssen hinkommen“, sagte er. Das Problem sei aber struktureller Natur. „Die auf dem Weltmarkt zu erzielenden Erlöse schwanken von Jahr zu Jahr derartig, dass die Einkommenssituation sehr unberechenbar geworden ist.“ Daher wäre es aus Sicht des Experten wünschenswert, „wenn auch sicher schwierig umsetzbar“, wenn mit der Höhe der Zuschüsse kurzfristig auf die Ertragslage eines Betriebes reagiert werden kann.

 Langfristige Absichten der EU-Agrarpolitiker, die Flächensubventionen tendenziell zugunsten der Förderung des Ökolandbaus, des Tierschutzes, den ländlichen Tourismus und der Dorferneuerung umzuleiten, steht Lattwesen kritisch gegenüber. Die EU-Subventionen seien die einzigen Zuschüsse für die Landwirte, argumentierte Lattwesen. Den anderen genannten Bereichen stünden aber weitere Fördertöpfe des Bundes und der Länder zur Verfügung.

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