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Mehr Schutz für Aktionäre gefordert

VVG will Satzungsänderung Mehr Schutz für Aktionäre gefordert

Der Neschen AG steht die nächste außerordentliche Hauptversammlung bevor. Und bei dieser sollen wegweisende Beschlüsse für die weitere Zukunft des Unternehmens gefasst werden.

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Quelle: Archiv

Bückeburg. Ein Kapitalschnitt von zehn zu eins sowie die Schaffung eines genehmigten Kapitals mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss von insgesamt 6,5625 Millionen Stückaktien. Zudem soll eine Satzungsänderung beschlossen werden, sodass Beschlüsse der Hauptversammlung künftig mit den gesetzlich bestimmten Mehrheiten gefasst werden, um den Minderheitenschutz der Aktionäre zu verbessern. All dies steht für Dienstag, 24. März, ab 10 Uhr in der Halle 2 auf dem Messegelände in Hannover zur Diskussion.

Spannend und turbulent dürfte es bei der Frage zugehen, wer künftig das Sagen bei Neschen hat, zumal sich in den vergangenen Tagen in Sachen Stimmrechtsanteilen einiges verschoben hat: Der US-amerikanische Fond Sandton, der derzeit einen Kredit mit einem Volumen von circa 24,3 Millionen zuzüglich eines Besserungsscheins in Höhe von 20 Millionen von Neschen hält, gab jüngst bekannt, einen Stimmrechtsanteil von 5,000008 Prozent zu haben.

Zuvor hatte die Londonderry Holding gemeldet, dass eben dieser Stimmrechtsanteil nicht mehr dieser Holding zuzurechnen sei. Vor dieser Veränderung hatte Londonderry rund 30 Prozent der Aktien gehalten.

Mitte Februar hatte zudem Oliver Zinn bereits bekannt gegeben, dass sein Stimmrechtsanteil auf 9,99 Prozent gesunken sei. Um die Stimmrechte hatte es bei der jüngsten ordentlichen Hauptversammlung im November 2014 einige Unruhe gegeben. Die Aktienpakete von Vater Rolf und Sohn Oliver Zinn waren damals mit Verweis auf Verstöße gegen aktienrechtliche Regelungen von der Abstimmung ebenso ausgeschlossen worden wie das Aktienpaket von Londonderry.

Das Einberufungsverlangen ist von der Vermögensverwaltung Erben Dr. Karl Goldschmidt GmbH (VVG) gestellt worden, die eine Satzungsänderung anstrebt. Sie will, dass Beschlüsse der Hauptversammlung künftig nach den gesetzlich bestimmten Mehrheiten gefasst werden, also mit 75 Prozent der Stimmen. Mit der angestrebten Änderung solle der Minderheitenschutz verbessert werden, lautet die Begründung.

Zudem will die VVG erreichen, dass die Unabhängigkeit der Neschen AG und ihre eigenverantwortliche Führung durch die Organe Vorstand und Aufsichtsrat gestärkt werden. Eine außerordentliche Hauptversammlung sei geboten, damit der Satzungsbeschluss noch bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung in Kraft tritt. Die VVG hält knapp über 25 Prozent der Aktien.

Das Einberufungsverlangen nahm die Neschen AG zum Anlass, zwei weitere Satzungsänderungen vorzuschlagen: die der Schaffung eines genehmigten Kapitals von 6,5625 Millionen Aktien und der Herabsetzung des Grundkapitals in vereinfachter Form. Die Herabsetzung des Kapitals soll im Verhältnis zehn zu eins erfolgen.

Wie das Unternehmen in einer Ad-hoc-Mitteilung ausführte, habe Sandton der Neschen AG angeboten, den bestehenden Kredit ganz oder teilweise in Eigenkapital umzuwandeln. Dies eröffnet dem Unternehmen nach Überzeugung des Vorstandes nun die Chance, eine langfristig tragfähige, verbesserte Finanzierungsstruktur zu schaffen: „Der Vorstand begrüßt daher ausdrücklich, dass das Angebot von Sandton die geforderte Klarheit schafft.“

Beschließe die Hauptversammlung die erforderliche Kapitalherabsetzung sowie das genehmigte Kapital, werde in einem nächsten Schritt auf der Grundlage eines Gutachtens das Wertverhältnis für die Umwandlung der Schulden in Eigenkapital bestimmt.  rc

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