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Neue Schmelzwanne für die O-I-Glashütte in Rinteln

Heißes Puzzle Neue Schmelzwanne für die O-I-Glashütte in Rinteln

Eine der beiden großen Schmelzwannen in der Glashütte von Owens-Illinois in Rinteln wird derzeit turnusgemäß durch ein neues Exemplar ersetzt. In der Glasproduktion, wie sie im O-I-Werk in der Weserstadt betrieben wird, sind die steinernen Schmelzwannen rund um die Uhr im Einsatz.

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Rinteln (r(. In ihnen wird nach Angaben des Unternehmens das Produktionsmaterial bei Temperaturen von rund 1500 Grad Celsius zur weiteren Verarbeitung eingeschmolzen. Der aufwendige Austausch der Wannen werde im Zehn-Jahres-Rhythmus durchgeführt, wenn das Ende der Lebensdauer erreicht ist.
Für den investitionsintensiven Neubau der Produktionsstätte ist Projektleiter Helmut Pfitzner mit seinem Team zuständig. Im ersten Schritt wird das noch über 1000 Grad heiße Flüssigglas aus der Wanne abgelassen und abgekühlt. „Bei dieser sogenannten Wannenlöschung bleibt am Ende nur noch kaltes Glasgries übrig, das später als Rohstoff wieder eingeschmolzen wird“, erläutert Pfitzner.
In den folgenden Tagen kühlt die Anlage ab, bis die Schmelzwanne begehbar ist und die Spezialisten des Unternehmens sie inspizieren können.
Stück für Stück wird die Wanne anschließend daraufhin abgetragen. Am Ende dieser Phase steht nur noch das Stahlgerüst. Im nächsten Schritt wird die neue Produktionsstätte errichtet. Das dafür notwendige Material wird nach Angaben von O-I aus Europa, Asien und Nordamerika auf dem See- sowie auf dem Landweg nach Rinteln transportiert. „Eine Unmenge an unterschiedlichen Steinformen kommt wie in einem Puzzle zum Einsatz. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe“, erklärt Betriebsleiter Thomas Stadie, für den es die erste Wannenerneuerung seit seinem Amtsantritt in Rinteln ist. „Aber wir sind davon überzeugt, dass unser erfahrenes Team diese Aufgabe meistern wird. Es ist ja nicht die erste komplexe logistische Herausforderung, vor der wir stehen.“
Der Umbau wird dem Konzern zufolge fünf Wochen dauern. Die Kunden sollen während dieser Zeit durch die Produkte aus Rintelns zweiter Wanne und den angrenzenden Werken wie etwa in Holzminden beliefert werden.
„Umgekehrt hat auch unser Werk in Rinteln, das auf eine flexible Produktion von Glasbehältern in verschiedenen Formen und Farben spezialisiert ist, schon mehrfach andere Standorte von O-I in Deutschland oder im Ausland unterstützt, wenn dort Schmelzwannen erneuert werden mussten“, sagt Michael Prechtl, Deutschlandchef von O-I. Am 29. Mai soll die neue Wanne in Betrieb genommen werden. Nach einer Anlaufphase werde die Produktion im Laufe des Junis ihre volle Leistung erreichen, schätzt das Unternehmen.

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