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„Nicht immer nur bremsen“

Supermarkt-Standorte „Nicht immer nur bremsen“

Mit Blick auf die Debatte um neue Supermarkt-Standorte hat Projektentwickler Wilfried Leder Rat und Verwaltung zu mehr Sachlichkeit aufgefordert.

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Bad Münder. Viel zu oft seien in der Vergangenheit Vorhaben gescheitert, weil sie frühzeitig kaputt geredet wurden.

Er habe durchaus Verständnis für die geäußerten Bedenken, macht Leder deutlich. „Es wäre aber motivierend, wenn sich auch mal Stimmen zu Wort melden würden, die bereit sind, objektiv und weniger emotional an die Angelegenheit heranzugehen. Und zwar mit dem Ziel, in Bad Münder etwas zu bewegen und nicht immer nur zu zögern und zu bremsen“, so der Geschäftsführer des Hamelner Unternehmens Baco Invest wörtlich. Und weiter: „Eigentlich sollte die Stadt sich glücklich schätzen, dass Edeka großes Interesse an einer Ansiedlung hat.“

Wie berichtet, möchte Baco Invest auf einem Areal zwischen B 442 und Bahnhofstraße ein Einkaufszentrum bestehend aus E-Center und Aldi-Markt errichten. In der Politik stößt dieses Projekt allerdings auf Skepsis, nicht zuletzt aus Sorge, ein zusätzlicher Einzelhandelsstandort könne die Existenz des Rohmelcenters gefährden.

Leder hält dies für unbegründet. Zum einen, weil in einer 17000-Einwohner-Stadt durchaus Platz für zwei größere Märkte sei. „Dieses gefühlte ,Wir haben doch genug‘ hören wir grundsätzlich bei jedem neuen Bauvorhaben“, klagt der Projektentwickler.

Ohne erfolgte Prüfung, ob sich der Betrieb eines E-Centers wirtschaftlich rechne, hätte Edeka gar kein Interesse signalisiert, gibt Leder zu bedenken. Zudem gebe es „genaue gesetzlich festgelegte Vorschriften“, um einen zu großen Verdrängungswettbewerb zu verhindern. Der vom Gesetzgeber beabsichtigte Schutz sei zudem ausschließlich städtebaulicher Natur und diene nicht dazu, „den vorhandenen Märkten ihre Umsätze bis in alle Ewigkeit zu garantieren“, schreibt Leder Politik und Verwaltung ins Stammbuch und fügt hinzu: „Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft.“

Selbstverständlich werde Baco Invest Gutachten beibringen, die die Verträglichkeit des Projekts belegen sollen, versichert Leder. Aus Kostengründen jedoch erst dann, wenn die Stadt grundsätzlich bereit sei, sich mit dem Vorhaben ernsthaft auseinanderzusetzen.

Beim Discounter Aldi mag man sich nicht zu der Problematik äußern. Auch nicht, ob das Unternehmen die Baco Invest-Pläne oder aber einen „Solitärstandort“ an der Rahlmühler Straße favorisiert. Hier will ein konkurrierender Projektentwickler aus Bünde für Aldi eine neue Filiale auf dem Grundstück des Autohauses Speckin errichten.

Nach Informationen unserer Zeitung bevorzugt Aldi grundsätzlich sogenannte Koppelstandorte – also das räumliche Zusammengehen mit einem Vollsortimenter. Das wiederum spräche für die Variante an der Bahnhofstraße.

Klar ist aber auch: Für Aldi ist der Leidensdruck groß. Das Unternehmen drängt seit Jahren auf einen Umzug. Auf dem Hermapal-Gelände an der Süntelstraße ist es inzwischen recht einsam geworden. Der ehemalige Baumarkt steht seit Jahren leer, und auch die dem Aldi benachbarte Bäckerei ist ausgezogen. Sollte sich die Lösung an der Rahlmühler Straße schnell umsetzen lassen, wäre man wohl bereit, sich dort auch ohne ergänzenden Supermarkt niederzulassen.

Die Rahlmühle am Stadtrand galt bislang als schwieriges Terrain. Die Vermarktung des gegenüberliegenden Gewerbegebietes hat sich für die Stadt als zähes Geschäft erwiesen. Bis heute stehen dort viele Grundstücke leer. In der Vergangenheit hatten auch Supermarktketten wiederholt abgewinkt.

von Marc Fügmann

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