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Ringen um die Refinanzierung

Bückeburg Ringen um die Refinanzierung

Neschen-Vorstandssprecher Henrik Felbier hat ergänzend zu unserer Berichterstattung erklärt, dass sich Sandton Capital, der Käufer des Schuldenpakets der Neschen AG, schriftlich verpflichtet habe, bis Ende 2015 keine Forderungen beizutreiben, die die Zahlungsfähigkeit Neschens überfordern würden.

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Quelle: Archiv/tol

Bückeburg. Es könnte also sehr wohl Geld in Richtung Sandton fließen. Es sei aber sichergestellt, dass dadurch kein Insolvenzgrund von dieser Seite entstehen kann. Das Auslaufen des Stillhaltens zum 2. Februar 2015 sei zwar richtig, danach könnten die Kredite seitens Sandtons aber bis Ende 2015 nicht fällig gestellt werden.

 Er habe der Hauptversammlung vier grundsätzliche Optionen der Refinanzierung angeführt, so Felbier. Neben einem neuen Kreditvertrag über sämtliche Forderungen, der Übernahmen durch Neschen selbst und einem Kapitalschnitt mit Einbringung der Schulden durch Sandton als Sacheinlagen sei die vierte Lösung ein Aktienschnitt in der Insolvenz, aber nur dann, wenn es nach allen Seiten keine Einigung oder eine harte Kreditverlängerung gebe. Dies würde erst Anfang 2016 zum Tragen kommen. Wenn dies nicht so wäre, hätte Neschen kein Wirtschaftsprüfer-Testat erhalten.

 Ferner wies Felbier darauf hin, dass Neschen im Frühjahr 2014 der Rückkauf des Kredits für 4,5 Millionen Euro angeboten worden sei. Ob Sandton später der Kredit von JP Morgan für denselben Preis angeboten worden sei, wisse er nicht, er kenne die Verträge nicht.

 Noch etwas komplizierter stellen sich die Besitz- und Vertretungsverhältnisse der Familie Zinn während der Hauptversammlung dar. Wie Felbier mitteilte, habe Oliver Zinn zur Hauptversammlung einen Aktienbesitz von 9,8 Prozent angegeben, seine letzte Angabe im Jahr 2008 habe sich jedoch auf 10,4 Prozent belaufen. Somit sei also die nach dem Wertpapierhandelsgesetz geforderte Unterschreitung der Zehn-Prozent-Grenze nicht bekannt gegeben worden. Die zur Hauptversammlung im Fremdbesitz gemeldeten 13,34 Prozent der Aktien würden auf Oliver und Rolf Zinn zurückgehen. Diese beiden Aktienstämme seien von der Rechtsanwältin Tanja Theiß vertreten worden. Dieser Fremdbesitz habe aber nicht nachgewiesen werden können, womit der Aufsichtsrat annehmen musste, dass auch Rolf Zinn seine einstmals durch Erbschaft seiner verstorbenen Frau erhaltenen Aktien – heute wohl noch in der Differenz aus 9,8 und 13,34 Prozent vorhanden – nicht gemeldet habe.rc

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Neschen AG

Mit Paukenschlägen ist die Hauptversammlung der Neschen AG in Hannover über die Bühne gegangen. Die Aktienpakete der Hauptaktionäre Londonderry (29 Prozent) sowie von Oliver Zinn und seines Vaters Rolf Zinn (13,34 Prozent) wurden von der Abstimmung über die Entlastung des Vorstands und der Neuwahl des Aufsichtsrates ausgeschlossen.

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