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Salge & Meier schließt nach 63 Jahren

Elektrogroßhandlung findet keinen Nachfolger Salge & Meier schließt nach 63 Jahren

Die Kreisstadt verliert ein Traditionsunternehmen: Zum 31. Dezember schließt die Elektrogroßhandlung Salge & Meier an der Bahnhofstraße. Schweren Herzens hat sich Inhaberin Helga Völkening zur Aufgabe entschlossen – aus Altersgründen. Ein Nachfolger für den Betrieb habe sich trotz intensiver Suche nicht gefunden, bedauert die 80-jährige Geschäftsfrau.

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Ende einer Ära: Mit der bevorstehenden Schließung von Salge & Meier verliert Stadthagen einen Traditionsbetrieb.

Stadthagen (ber). Ob Installationsmaterial, Leuchten, Waschmaschinen oder Geschirrspüler: Seit 63 Jahren steht der Name Salge & Meyer für Waren und Dienstleistungen rund um die Elektrizität. Für viele Kunden ist der Betrieb eine Institution. Dass damit nun bald Schluss sein soll, erfüllt auch Helga Völkening selbst mit Wehmut. Das Geschäft – es war ihr Leben.
Gegründet wurde der Traditionsbetrieb am 1. September 1952 von Ernst Meier und Heinrich Salge. Der ursprüngliche Standort war an der Bahnhofstraße, Nummer 79. 1957 siedelte die Elektrogroßhandlung auf das heutige Areal an der Ecke zum Sonnenbrink um.
Helga Völkening erlebte als Tochter von Ernst Meier die Gründung hautnah mit und machte schließlich eine Ausbildung in dem Betrieb. Nach dem Tod ihres Vaters und dem Ausscheiden Heinrich Salges im Jahr 1971 übernahm sie mit ihrem Ehemann Dieter Völkening den Betrieb. Dieser arbeitete zu diesem Zeitpunkt ebenfalls in dem Unternehmen.
Nach dem Tod von Dieter Völkening 1992 wurde aus der Offenen Handelsgesellschaft eine Einzelfirma. Helga Völkening führte das Unternehmen in den folgenden Jahren alleine weiter. Mittlerweile habe sie jedoch ein Alter erreicht, in dem es ihr zunehmend schwerer falle, die Verantwortung zu tragen, sagt die 80-Jährige. Und fügt hinzu: „Irgendwann muss eben Schluss sein.“
Interessenten für eine Übernahme habe es zwar einige gegeben, berichtet sie. Am Ende seien die Verhandlungen alle nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Dabei habe auch der bauliche Zustand der angemieteten Immobilie eine Rolle gespielt. Andere hätten abgewinkt, weil ihnen das Einzugsgebiet zu groß gewesen sei. So beliefere man beispielsweise auch Kunden in Bad Pyrmont und Nienburg.
Die Kunden – in der Regel Elektro-Handwerksbetriebe, aber auch große Unternehmen oder Altenheime – würden ebenso wie Lieferanten bereits seit längerer Zeit über die bevorstehende Schließung informiert, sagt die Geschäftsfrau. „Und sie haben volles Verständnis gezeigt.“
Bis zum Schluss halten auch die meisten Mitarbeiter „ihrer“ Firma die Treue. „Wir sind so etwas wie eine große Familie. Das gibt es heute nicht mehr in vielen Unternehmen“, zeigt sich Helga Völkening dankbar.
In Spitzenzeiten beschäftigte Salge & Meier bis zu 20 Fachkräfte. Von den elf, die derzeit noch im Unternehmen sind, geht ein kleiner Teil mit der Chefin in den Ruhestand. Die anderen müssen sich beruflich neu orientieren.
Derweil weist der Betrieb mit großen Schaufenster-Aufklebern auf den eingeläuteten Ausverkauf hin. Nach 63 Jahren geht an der Bahnhofstraße bald für immer das Licht aus.

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