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Schaumburg blitzt ab

Fusion Volksbank Minden Schaumburg blitzt ab

Die Vertreter der Volksbank Minden haben über die Fusion mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold diskutiert. Es gibt kaum Zweifel, dass es zu einem positiven Votum für die Verschmelzung komme. Damit scheint die Volksbank in Schaumburg mit ihrem Angebot als möglicher Alternativpartner abgeblitzt zu sein.

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Ulrich Bittihn (links) und Axel Breitschuh wollen die Volksbank neu erfinden, und zwar als Zusammenschluss mehrerer Häuser unter einem Dach.

Quelle: mt

LANDKREIS/MINDEN. Die anfänglichen Berührungsängste vor dem großen Partner sind schnell verflogen. So beschreibt Georg Böcker den Abend im Victoria-Hotel in Minden. Drei Stunden lang haben die Vertreter der Volksbank Minden am Montag über die Fusion mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold diskutiert. Und für Aufsichtsratschef Böcker und den Mindener Vorstandssprecher Axel Breitschuh gibt es danach kaum einen Zweifel daran, dass es am 10. Januar ein positives Votum für die Verschmelzung geben wird. Dabei wirft das Projekt zunächst einmal auch Fragen auf. Eine Verbund-Volksbank ist in dieser Form Neuland, auch die Paderborner Bank wird es nach dem Zusammenschluss so nicht mehr geben.

Die kleinere der beiden Mindener Volksbanken sollte mit ihrem Namen und mit allen Arbeitsplätzen abgesichert werden. Dieser Plan geht mit dem Verbundmodell auf: Minden soll wie die Volksbanken Paderborn, Höxter und Detmold sowie der Bankverein Werther als regionale Marke an den Markt gehen, jeweils als Zweigniederlassung der kommenden Verbund-Volksbank OWL, sagt der Paderborner Vorstandschef Ulrich Bittihn. Der Verbund sei zwar ein gemeinsames Dach, es würden aber keine Konzernstrukturen im Sinne einer Holding geschaffen, versichert Bittihn. Ganz bewusst solle auch der Name signalisieren, dass der Verbund offen für Erweiterungen ist. Ob das OWL im Namen Bestand hat, muss sich allerdings erst noch zeigen. Andere Volksbanken erwägen bereits, das vor Gericht klären zu lassen.

Bankenaufsicht muss Breitschuhs Berufung zustimmen

Bittihn spricht von einem konsequenten Konzept. Anders als zum Beispiel die Volksbank Frankfurt setzt der Verbund auf ein dezentrales Modell – auch mit Blick auf den Vorstand. So soll in jeder der fünf Säulen ein Vorstandsmitglied vor Ort an der Spitze stehen. Für Minden ist Axel Breitschuh für diesen Posten vorgesehen. Sein bisheriger Co-Vorstand Uwe Hagemeyer kümmert sich als Generalbevollmächtigter in Minden um die Marktfolge. Für Breitschuh bedeutet das einen großen Kompetenzzuwachs: Die Volksbank Minden hat eine Bilanzsumme von 225 Millionen Euro, der künftige Verbund im Vergleich dazu 5,8 Milliarden. Daher muss auch die Bankenaufsicht Breitschuhs Berufung noch zustimmen. Wichtig sei, dass Entscheidungen vor Ort getroffen würden und die Vertreter vor Ort nicht erst in einer Zentrale um grünes Licht bitten müssten.

Das Ziel der neuen Verbund-Volksbank ist klar: Gerade im mittelständisch geprägten Ostwestfalen will sich hier eine Bank zusammenfinden, die groß genug ist, um mit den Konzernbanken mithalten zu können. „Unsere Konkurrenten sind nicht die anderen genossenschaftlichen Institute, sondern die Privatbanken und großen Sparkassen“, sagt Bittihn. Doch die Ehe zwischen Paderborn und Minden wird auch innerhalb der Volksbanken durchaus kritisch gesehen. So hatte sich unter anderem die Volksbank in Schaumburg noch in letzter Minute als möglicher Partner ins Spiel gebracht. Bittihn zeigt seinen Unmut darüber zwischen den Zeilen: „Andere Fusionen zu kommentieren, ist nicht unser Stil.“ Georg Böcker wird für die Mindener Seite deutlicher und meint mit Blick auf die Kritik Joachim Schorlings von der Schaumburger Volksbank: Augenhöhe sei keine Sache der Größe, sondern des Standpunktes und der Kultur, „und das war bei den anderen durchaus nicht der Fall“.

Jetzt soll es schnell zur Verschmelzung kommen. Seit gestern liegt das Gutachten des Genossenschaftsverbandes vor, am 10. und 11. Januar entscheiden die Vertreterversammlungen. Sollte alles glattgehen, ist die Fusion für den 9. September geplant.  mt

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Das Aus für Schaumburg

Mit einer Mehrheit von 95 Prozent der Stimmen hat die Vertreterversammlung der Volksbank Minden den Weg für eine Fusion mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold freigemacht.

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