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Schaumburg bringt sich ins Gespräch

Kampfansage Schaumburg bringt sich ins Gespräch

Es ist ein Paukenschlag: Das Aufgebot für eine Hochzeit zwischen den Volksbanken Minden und Paderborn-Höxter-Detmold ist so gut wie bestellt – da bringt sich überraschend die Volksbank in Schaumburg als Heiratskandidat ins Spiel. Vorstand Joachim Schorling wirbt für eine Minden-Schaumburg-Allianz.

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Für eine Minden-Schaumburg-Allianz wirbt die Volksbank in Schaumburg

Quelle: rg

Landkreis/Minden. Damit bringt Schorling offensiv ein Gegenmodell zu den nordrhein-westfälischen Eheplänen ins Spiel. „Wir hoffen, dass wir als strategische Option ebenfalls berücksichtigt werden und stehen hierzu nach wie vor für Gespräche zur Verfügung“, erklärte Schorling am Freitag auf Anfrage der Schaumburger Nachrichten. Wie berichtet, plant die Volksbank Minden (Bilanzsumme 225 Millionen Euro) eine Fusion mit der deutlich größeren Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold. Schon am kommenden Montag sollen dafür in einer Vertreterversammlung die Weichen gestellt werden.

Enger pesönlicher Kontakt

Bislang hatte die Volksbank Minden allen Verschmelzungsangeboten stets eine Absage erteilt – unter Hinweis darauf, unabhängig bleiben zu wollen. Schorling zufolge war dies zuletzt 2015 der Fall, als sein Unternehmen mit der Volksbank Mindener Land Verhandlungen über ein Zusammengehen geführt und in diesem Zuge auch gleich bei der Mindener Schwesterbank angeklopft hatte. Schließlich bestehe unter allen Beteiligten seit Langem ein „enger persönlicher und geschäftlicher Kontakt“.

Auch wenn die Gespräche damals nicht zu einem Erfolg geführt hätten, „sind wir weiterhin dafür offen“, betont Schorling jetzt und nennt auch gleich eine Vielzahl von Argumenten: Es müsse im gemeinsamen Interesse sein, eine „zukunftsfähige, leistungsstarke, regionale Bank im Raum Schaumburg-Minden zu erhalten“. Die Geschäftsgebiete grenzten unmittelbar aneinander. Eine Verschmelzung würde zur Stärkung der Wirtschaftsräume beitragen, ist Schorling überzeugt.

Die räumliche Nähe stelle zudem kurze Entscheidungswege und die Wahrung der Regionalität einer gemeinsamen Bank sicher. Ein Seitenhieb gegen den derzeit in Minden favorisierten Fusionspartner: Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold befindet sich geografisch nicht eben in der Nachbarschaft. Dazwischen liegen die Geschäftsgebiete mehrerer anderer Banken. Und hinsichtlich der Größe – Umsatz, Filialen, Mitarbeiter – trennen das Paar erst recht Welten.

„Unsere beiden Banken ergänzen sich vortrefflich“

Ein Zusammengehen mit der Volksbank in Schaumburg hingegen entspräche eher eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Zumal dann auch alle relevanten Stabsabteilungen in der Region verblieben, während bei der rein ostwestfälischen Variante eine Zentralisierung in Paderborn sehr wahrscheinlich wäre, wie aus Branchenkreisen verlautet.
Eine Bündelung der Kräfte und Einsparungen seien auch bei der Minden-Schaumburg-Allianz möglich, betont Schorling gegenüber den SN und fügt hinzu: „Unsere beiden Banken ergänzen sich vortrefflich.“

Auch bei der Volksbank Mindener Land reagiert man mit Unverständnis auf die Fusionspläne der kleineren Volksbank Minden. „Ich halte davon gar nichts“, macht Vorstandssprecher Peter Scherf im Gespräch mit den Schaumburger Nachrichten aus seinem Unmut keinen Hehl.

Das Zusammengehen mit einer hundert Kilometer entfernten Volksbank passe nicht zu der behaupteten Regionalität. „Das hätte man besser mit uns oder mit den Kollegen in Schaumburg haben können.“ Er hoffe, dass die Vertreter der Volksbank Minden in der Versammlung am Montagabend „ähnlich kritisch wie wir hinterfragen, wem das eigentlich nützt“. mf

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Keine Schaumburgerbeteiligung

 Die Bankenlandschaft in der Region steht vor einer überraschenden Veränderung: Die Volksbank Minden will mit der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold fusionieren. Vorstandssprecher Axel Breitschuh bestätigte entsprechende Pläne. Damit wäre eine Minden-Schaumburger Allianz endgültig vom Tisch.

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