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Schaumburg soll autark werden

Energie Schaumburg soll autark werden

Bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien herrscht bei vielen Verantwortlichen wie etwa der Kreisverwaltung in Schaumburg eitel Sonnenschein: Sie sehen die Region ebenso wie das gesamte Weserbergland auf einem guten Weg.

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Immer mehr Häuser haben Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern – auch in Schaumburg.

Quelle: pr.

Landkreis. Zudem sind die Vertreter aus Verwaltung und Wirtschaft zuversichtlich, dass die Stromproduktion aus Wind in den kommenden Jahren noch weiter gesteigert werden kann.

Bei der Weserbergland AG sind die Verantwortlichen ebenso wie in der Kreisverwaltung davon überzeugt, dass beim Strom aus erneuerbaren Energien noch Luft nach oben ist. „Rechnerisch ist es möglich, dass Schaumburg bilanziell unabhängig von fossilen Brennstoffen ist“, sagt Hans-Jürgen Hesse, der das Projekt „Bioenergieregion Weserbergland Plus“ leitet. Allerdings müsse ein solcher Schritt immer auch politisch gewollt sein. Zugleich verweist Hesse auf den Nachbarlandkreis Hameln-Pyrmont. Dort sei es gelungen, dass große Teile quasi autark seien.

Im Hinblick auf die Region Hannover gibt es nach Ansicht von Hesses Kollegen Dieter Lehmann sogar einen großen Anreiz, eine Überproduktion anzustreben. „Dort gibt es nicht nur viele Einwohner, sondern auch viele Betriebe, die viel Strom brauchen.“

Einen weiteren Schub erhoffen sich die Verantwortlichen der Weserbergland AG davon, dass in absehbarer Zeit Speichertechnologien für Strom kostengünstig auf den Markt kommen. „Dann wird Photovoltaik noch interessanter“, ist sich Lehmann sicher.

Projektleiter Hesse zufolge ist die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Erdwärme und Biogas mittlerweile ein wichtiger Wertschöpfungsfaktor. Im vergangenen Jahr seien fast 44 Millionen Euro in dieser Branche in den Landkreisen Nienburg, Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden erwirtschaften worden. „In Schaumburg sind es allein 9,5 Millionen Euro gewesen“, betont Hesse.

„Wir haben noch viel Potenzial bei der Photovoltaik“, sagt der Klimaschutz-Manager des Landkreises, Horst Roch. „Viele Dächer kommen dafür infrage und wir nutzen noch gar nicht alle. Ich kann mir in diesem Segment Wachstum vorstellen“, führt der Experte weiter aus.

So konnte nach Angaben von Kreisbaudezernent Fritz Klebe allein zwischen 2010 und 2013 die Zahl der Biogas-Anlagen von 17 auf 19 und die Zahl der Photovoltaik-Anlagen von 1588 auf fast 3000 erhöht werden. Auch bei den Windrädern verzeichnete die Kreisverwaltung für diesen Zeitraum ein Plus. Die Zahl der Anlagen kletterte von 42 auf 47.

Die aus Wind, Sonne und Biogas erzeugte Strommenge verdoppelte sich von rund 100000 Megawattsunden im Jahr 2010 auf fast 200000 Megawattstunden drei Jahre später. Damit wurden 30 Prozent der verbrauchten Strommenge aus regenerativen Energien gewonnen. Nach Aussage von Dieter Lehmann von der „Bioenergieregion Weserbergland Plus“ der Weserbergland AG ist geplant, dass bis 2020 dieser Wert auf 300000 Megawattstunden ausgebaut wird.

Nach Ansicht von Klimaschutz-Manager Roch könne die Zahl der Photovoltaik-Anlagen im Vergleich zum Stand 2013 sogar verdoppelt werden. „Die Anlagenpreise sind in den vergangenen Jahren zwar gesunken, bei der Förderung gibt es jedoch keine Sicherheit für Interessenten. Dies ist der Entwicklung abträglich, sodass der Zuwachs derzeit geringer ist“, ergänzt Klebe.

In Sachen Windkraft will der Landkreis nach Aussagen Rochs und Klebes ebenfalls einen Ausbau erreichen, zumal sich auch Investoren dafür interessieren. Aufgrund der Beschränkungen sei jedoch nur wenigen Stellen in Schaumburg der Bau neuer Windräder möglich. „Derzeit befassen sich viele Kommunen mit der Aufstellung neuer Flächennutzungspläne“, verweist Klebe auf die Debatten in den Samtgemeinden Nenndorf, Rodenberg, Niederwöhren und Lindhorst.

Bei den Biogas-Anlagen gibt es seit 2013 allerdings einen Stillstand. Dies hänge auch damit zusammen, dass die Förderung drastisch zurückgefahren worden sei, so Roch. Und solange die bestehenden Standorte noch nicht abgeschrieben seien, werde es wahrscheinlich auch keinen Anstieg geben. bes

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