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Schnellrestaurant will bauen

Bantorf / Gastronomie Schnellrestaurant will bauen

Im Bantorfer Gewerbegebiet am Kronskamp will offenbar die Gastronomiekette „Kentucky Fried Chicken“ (KFC) ein Schnellrestaurant eröffnen. Einzige Bedingung: Die Werbung für das Restaurant muss so gestaltet sein, dass sie von der Autobahn aus sichtbar ist.

Von Andreas Kannegiesser
Bantorf. Als Standort ist das freie Eckgrundstück B 65, Am Kronskamp vorgesehen, das der Immobiliengesellschaft Gelsenkirchen Art gehört. „Das Projekt steht und fällt mit den Werbemöglichkeiten“, sagt der Geschäftsführer des Unternehmens, Thomas Bernau. Er habe die feste Zusage von KFC, sich in Bantorf anzusiedeln, sofern der Restaurantkette ähnliche Werbemöglichkeiten wie dem Reitsportmarkt Krämer gestattet würden. Dieses Unternehmen hatte beim Neubau im vergangenen Jahr einen eigenen Werbepylon errichten dürfen – allerdings auf einem Nachbargrundstück.

Der gerade erst fertiggestellte, rund 35 Meter hohe Werbepylon auf dem Grundstück der Spielhalle „Vegas 24“ ist bereits voll vermietet und steht für KFC nicht zur Verfügung. Dort hat unter anderem das am Kronskamp bereits seit Jahren ansässige „McDonald’s“-Restaurant seine Werbung platziert.

Nach den Worten von Bernau sind zwei Möglichkeiten für die Ansiedlung von „Kentucky Fried Chicken“ denkbar: Entweder kauft das Unternehmen das Grundstück von Gelsenkirchen Art und baut das Restaurantgebäude auch. „Möglich ist auch, dass wir selbst investieren und das Gebäude dann vermieten“, sagt Bernau. Ein Bauantrag für ein Schnellrestaurant liege noch nicht vor, sagt Baufachbereichsleiterin Kirsten de Veer. Zu den Wünschen nach Werbemöglichkeiten will de Veer nicht öffentlich Stellung nehmen. „Es gibt Höhenbegrenzungen in dem Gebiet“, sagt sie lediglich.

Im Streit um die Baugenehmigung für die „Merkur-Spielothek“ an der Schortenbreite im Gewerbegebiet Kronskamp hat die Stadt einen Etappensieg errungen: Im Eilverfahren um einstweiligen Rechtsschutz hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am 5. April die Anträge der beiden Anlieger Immo-Invest und Krämer Pferdesport abgewiesen. Nach den Worten von Baufachbereichsleiterin Kirsten de Veer muss jetzt zunächst die Region Hannover formal über den Widerspruch der beiden Unternehmen gegen die Baugenehmigung entscheiden. „Erst dann ist eine Klage möglich“, sagte de Veer.

Thomas Bernau, Geschäftsführer der beiden Firmen Immo-Invest und Gelsenkirchen Art, bleibt auch nach der OVG-Entscheidung im Eilverfahren optimistisch. „Es ist noch nichts angebrannt“, sagte er. „Wir sehen beste Chancen für uns und werden durch alle Instanzen gehen.“ Die Firma Immo-Invest, die die „Vegas 24“-Spielhalle am Kronskamp betreibt, will Schadenersatz wegen der Ansiedlung der zweiten Spielhalle direkt gegenüber erstreiten.

„Unsere Umsätze sind zuletzt um 40 Prozent zurückgegangen“, sagt Bernau. Er beruft sich auf Zusagen von Verantwortlichen der Stadt und der Stadtentwicklungsgesellschaft, dass es keine Genehmigung für eine zweite Spielhalle geben werde. Sogar im Baurecht sei festgelegt, dass in Gewerbegebieten Spielhallen „nur ausnahmsweise erlaubt“ seien, sagt Bernau. Die Stadt habe also sehr wohl die Möglichkeit gehabt, die Genehmigung zu verweigern.

De Veer bestreitet das und verweist darauf, dass es sich in Bantorf formal um ein sogenanntes Sondergebiet handele. „Konkurrenzschutz ist kein Argument“, sagte sie. „Wir sind verpflichtet, eine Baugenehmigung zu erteilen, wenn die formalen Kriterien erfüllt sind.“

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