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Schwankungen „nicht rational zu erklären“

Landkreis / Spritpreise Schwankungen „nicht rational zu erklären“

Die Spritpreise sind so günstig wie vor zwei Jahren nicht mehr. Allerdings nicht zu jeder Tageszeit. Die Spritpreise variieren nicht nur von Tankstelle zu Tankstelle, sondern ändern sich auch mehrmals täglich um bis zu zehn Cent pro Liter. Früher galten Sonntag und der Montagmorgen noch als günstigste Tankzeiten. Darauf kann man sich als Autofahrer heute nicht mehr verlassen.

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Die Spritpreise variieren von Tageszeit zu Tageszeit, manchmal um mehr als zehn Cent.

Quelle: kil

Von Kirsten Elschner

Landkreis. Um 9.45 Uhr 1, 56 pro Liter Super, um 15.10 Uhr nur noch 1,46 Euro und um 22.31 Uhr schon wieder 1,61 Euro. So sahen sich die Preise zum Beispiel bei der Shell Tankstelle in Stadthagen innerhalb eines Tages geändert. Ähnlich sieht es bei anderen Tankstellen in der Region aus, manchmal sinkt der Preis abends aber auch wieder. Ein klares Muster lässt sich da also nicht ablesen.

„Rational lässt sich das nicht erklären“, sagt Thomas Drott vom Bundesverband Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche Deutschland e.V. (BTG) mit Sitz in Minden. Den schwankenden Benzinpreis allein mit Angebot und Nachfrage zu begründen, sei eine verkürzte Darstellung der aktuellen Situationen, die Autofahrer derzeit täglich an den Tankstellen erleben. Mit den Preisen haben die Betreiber der Tankstellenketten nichts zu tun. Pro Liter verdient ein Pächter rund einen Cent, das schwanke zwischen 0,75 und 1,5 Cent, sagt Drott. Die „Preisuhren“ stellen die Ölriesen. Für die Aral-Tankstellen zum Beispiel werden die Preise in Bochum gestellt. Dort hat der Marktführer seine Preiszentrale, während Shell in Hamburg sitzt und an der „Uhr“ dreht. Das ganze nennt man dann „Pricing“.

Die neue Transparenzstelle, an die Tankstellen seit August ihre Preise senden müssen, könne an dem Preispoker wohl auch nichts ändern, glaubt Drott. Dass Autofahrer sich dadurch per App über die günstigsten Spritpreise in der Region informieren können, sei zwar komfortabel, aber nicht immer effektiv – ganz abgesehen davon, dass es gefährlich sei, während der Fahrt auf sein Smartphone zu schauen, um daraufhin die Tankstelle mit den niedrigsten Preisen anzusteuern.

Zum einen müsse man damit rechnen, dass noch viele andere Autofahrer die günstigste Tankstelle zur gleichen Zeit ansteuern. Mit laufendem Motor zehn Minuten in der Schlange stehen, koste nicht nur Zeit, es könne auch passieren, dass der Preis in genau diesen Minuten schon wieder in die Höhe schnellt. Außerdem koste ein Umweg, den so mancher Autofahrer in Kauf nehme auch Geld – bei einem Golf-Modell könne man von Gesamtkosten von etwa fünfzig Cent pro gefahrenen Kilometer ausgehen. Bei einem Umweg von zehn Kilometern mache das bereits fünf Euro aus. Trotz günstiger Tankfüllung habe man da insgesamt nichts oder nur wenig gewonnen.
Besser sei es, immer die Augen offen zu halten, wenn man eine Tankstelle passiert, und den Tank bei günstigen Preisen immer mal wieder auffüllen.

 Spritpreise so günstig wie lange nicht mehr

Autofahrer können in Deutschland gerade so günstig tanken wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Super E10 rutschte verglichen mit der Vorwoche um 2,3 Cent knapp unter die Marke von 1,50 Euro und liegt nach Berechnungen des ADAC nun bei 1,497 Euro. Das entspricht dem Stand von Anfang Januar 2012, wie der Autoclub mitteilte. Auch der Dieselpreis ging zurück, der Liter kostet im Schnitt jetzt 1,394 Euro – das sind 1,9 Cent weniger als vor einer Woche. Gründe für die Entwicklung sieht der ADAC unter anderem im stabilen Ölpreis, dem starken Euro und der jahreszeitlich bedingt geringeren Nachfrage nach Benzin. dpa

Tipp: Der deutschlandweite Vergleich von Spritpreisen ist auch per App möglich, zum Beispiel mit „ ADAC Spritpreise “. Die App ermöglicht einen deutschlandweiten Vergleich in Echtzeit.Weitere Anwendungen sind „Mehr-tanken “, schnelle Suche im gewünschten Umkreis; „ WhatGas Benzinpreise “ für Deutschland, Portugal, Tschechien und weitere Länder und „ WUT Spritpreise “; Hier kann man sich seinem Ärger über hohe Spritpreise Luft machen.

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