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Silberne Zukunft für Kies und Beton

Firmengruppe AHE investiert Silberne Zukunft für Kies und Beton

Jahrzehntelang haben zwei Gittermasten bis zum Kragen im Kies gestanden. Förderbänder sind über sie bis in 25 Meter Höhe gelaufen, um das per Schiff aus Hohenrode kommende Rohmaterial dort zwischenzulagern oder direkt in die Verarbeitung zu geben. Immer im nassen Kies stehen, das bedeutet Rost. Jetzt sind die beiden Türme abgerissen worden.

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Der Gittermast mit dem seitlichen Förderband verschwindet. Die jetzt reduzierte Rohkieshalde wird 140.000 Tonnen groß. Zwei neue verkleidete Förderbänder in Rohren besorgen künftig den Kiesnachschub für die Aufbereitung in der Halle hinten, die noch komplett verkleidet wird.

Quelle: dil

Engern. Neben ihnen wölben sich zwei 1,20 Meter dicke Rohrstränge mit 65 Meter Länge hin zum Verarbeitungswerk. Zwischen ihnen werden bald 140.000 Tonnen Rohkies zwischengelagert, um immer Nachschub für Weiterverarbeitung – Brechen, Sieben, Sortieren nach Körnung – zu haben. Gleich dahinter wird in Kürze der neuere Teil des Verarbeitungswerks wie schon der ältere eine Verkleidung aus Metallprofilen und Gittern bekommen. Alles mit silberfarbener Pulverbeschichtung samt blauem Band und schon als Vorboten einer größeren Investition im kommenden Jahr. Die Firmengruppe AHE ist seit etwa einem Jahr neu aufgestellt. Sie verfügt über eine Holding, deren Anteile je zur Hälfte den beiden Töchtern des früheren Besitzers Dieter Eggersmann gehören.
Bei diesem wie auch den drei Teilbetrieben für Weserkies, Betonwaren und Transportbeton ist Sascha Wagener der Geschäftsführer. Dieser hat die Zukunftssicherung durch Qualitätssteigerung und Weiterentwicklung der Strategie fest im Blick. „Eine sechsstellige Summe wird jetzt in die Verkleidung neuer Transportbänder und des Verarbeitungswerks investiert“, sagt Wagener. „Die komplette Einhausung der Aufbereitungsanlage hält unser Fertigmaterial trockener als draußen auf Halden. Das ermöglicht in den Wintermonaten längere Produktionszeiten, es mindert die Lärm- und Staubemissionen nach außen. Nächstes Jahr wollen wir ein neues Verbundsteinwerk bauen. Danach soll unser Hauptstandort Engern wie aus einem Guss modern dastehen.“
 „Wir dürfen die Trends der Zeit nicht verpassen“, erklärt Wagener mit Blick auf den Betonsteinmarkt. Während Kies, Transportbeton und traditionelle Pflastersteine und -platten in bisheriger Form weiter ihren Markt haben werden, verlange der Baustofffachhandel nach höherwertigen Produkten für anspruchsvollere Privatkunden. „Wer im Alter sein zu groß gewordenes Haus auf dem Land nicht mehr verkauft bekommt, um in der Stadt in eine Eigentumswohnung zu ziehen, der bleibt und macht es sich zu Hause schöner“, so Wagener. Die anspruchsvollen Varianten seien zwar teurer, sichere der Firma aber eine bessere Marge. „Der Massenmarkt für Betonsteine ist dagegen preislich hart umkämpft. Wir bedienen ihn zwar weiter, wollen aber in den Nischen mit hoher Qualität stärker werden.“
Da für diese teureren Lösungen auch anspruchsvolleres Material im Unterbau benötigt wird, eröffne sich zudem auch mehr Absatz für die in Engern aus Kies gebrochenen Splittspezialitäten. Das Verbundsteinwerk ist schon jetzt mit 35 Mitarbeitern das stärkste Standbein des Unternehmens. Das Unternehmen hat derzeit insgesamt rund 60 feste Mitarbeiter, hinzu kommen bei Bedarf noch Leiharbeiter.
Auch das traditionelle Kiesgeschäft leistet weiter seinen erheblichen Beitrag. Aktuell gibt es Abbau in Hohenrode, Engern und Großenwieden. „Aber wir haben auch schon die Fühler nach Flächen nördlich von Petershagen ausgestreckt. „Die entsprechenden Gutachten für einen Abbauantrag werden bereits erstellt.“
Da die Kieskunden in ganz Norddeutschland sitzen, soll neben dem Lkw als Transportmittel das Schiff stärker zum Zuge kommen. In Berenbusch gibt es am Mittellandkanal bereits eine eigene Schiffsverladestelle, und das noch recht neue Flachschiff des Unternehmens könnte dorthin den Kies sogar auf dem Wasserweg bringen. „Aber die neue entsprechend große Schleuse in Minden ist noch immer nicht fertig, deshalb fahren wir den Kies weiter per Lkw dorthin zu den Binnenschiffen“, sagt Wagener. dil

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