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Stadtwerke übernehmen EVB

Samtgemeinde steigt als Gesellschafter ein Stadtwerke übernehmen EVB

Die Stadtwerke Schaumburg-Lippe sind weiter auf Expansionskurs. Der Energieversorger hat sich mit der Samtgemeinde Nienstädt auf eine Übernahme der Energieversorgung Bergkrug (EVB) geeinigt.

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Stadtwerke-Geschäftsführer Eduard Hunker (r.) und Aufsichtsratschef Reiner Brombach (l.) begrüßen Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß als neues Mitglied im Kreis der Gesellschafter. 

Quelle: Grabowski

Landkreis. Im Gegenzug steigt die Samtgemeinde als sechste Gesellschafterin bei den Stadtwerken ein. Die EVB war 1984 als Gemeinschaftsunternehmen von Stadtwerken und Samtgemeinde gegründet worden, um in den durch die Erschließung zahlreicher Neubaugebiete aufstrebenden Gemeinden Hespe, Helpsen und Seggebruch die Versorgung sicherstellen zu können. Das operative Geschäft oblag schon bisher den Stadtwerken.

Mit der Verschmelzung überträgt die Samtgemeinde Nienstädt zusätzlich auch noch die Gassparte ihrer alteingesessenen Samtgemeinde-Werke an die Stadtwerke. Beide Seiten versprechen sich Synergieeffekte. „Und wir haben einen weißen Fleck weniger auf der Landkarte“, freut sich Stadtwerke-Geschäftsführer Eduard Hunker. Sein Unternehmen wächst so auf einen Schlag um rund 1600 Kunden. Mittelfristig hofft Hunker auf mehr: Potenzial gebe es insbesondere im Stromgeschäft.

Durch die Fusion tritt die Samtgemeinde Nienstädt in den Kreis der Stadtwerke-Gesellschafter ein. Sie erwirbt vier Prozent am Unternehmen – Anteile, die sie von der Westfalen Weser Netz GmbH übernimmt. Deren Besitz schrumpft damit auf elf Prozent. Unverändert bleiben die Gewichte bei den übrigen Gesellschaftern: Die Samtgemeinde Eilsen hält zwei, die Stadt Obernkirchen fünf, Stadthagen 26 und Bückeburg 51 Prozent (alle Zahlen gerundet). Damit haben die beiden großen Städte weiterhin eine strategische Mehrheit von über 75 Prozent und können so den Ton innerhalb der Gesellschafterversammlung angeben.

Allerdings: Der Vertrag mit der Samtgemeinde Nienstädt ist zwar ausgehandelt, aber noch nicht unterschrieben. Dafür haben die beteiligten Parteien längstens bis Ende August Zeit, um die Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2015 in Kraft treten zu lassen.
Zwischen 2 und 2,2 Millionen Euro netto schütten die Stadtwerke Schaumburg-Lippe jährlich an ihre Gesellschafter aus. Die restlichen Erträge wandern in Gewinnrücklagen. Daraus werden unter anderem Investitionen getätigt – in diesem Jahr in Höhe von 4,1 Millionen Euro. Ein nicht unerheblicher Teil wird benötigt, um die Übernahme in Nienstädt zu stemmen. Unterhaltungsmaßnahmen verschlingen etwa 1,5 Millionen Euro. mf

„Wir spielen kein Roulette“

Trotz des Preisverfalls an den Börsen wollen die Stadtwerke Schaumburg-Lippe den Preis für Gas vorerst nicht senken. Das hat Geschäftsführer Eduard Hunker gestern vor Journalisten deutlich gemacht. Sein Unternehmen sei bestrebt, den Kunden dauerhaft und verlässlich günstige Konditionen zu bieten.

Das erfordere eine langfristige Einkaufsplanung. Mit dem Gas, das jetzt ausgeliefert werde, habe man sich bereits vor zwei Jahren eingedeckt – noch zu höheren Preisen.

Umgekehrt sei durch diese Strategie gewährleistet, dass nicht jede plötzliche Verteuerung am Markt an die Kunden weitergegeben werden müsse. „Wir spielen kein Roulette“, sagt Hunker und ergänzt: „Es ist nicht unser Ziel, immer mit dem günstigsten Anbieter zu konkurrieren, um noch ein paar Cent billiger zu sein.“

Wichtiger sei ihm, als regionales Unternehmen soziale Verantwortung zu übernehmen und auf Service zu setzen. „Wir unterhalten vor Ort Geschäftsstellen mit Ansprechpartnern, deren Gesichter bekannt sind. So wie wir bei notwendigen Investitionen Handwerker von hier beauftragen“, wirbt Hunker. „Aus der Region für die Region“ laute die Devise. Unterm Strich sei auch dies ein Preisvorteil, den es zu berücksichtigen gelte.

Mit dem vorausschauenden Einkauf handele die Geschäftsführung im Sinne und Auftrag der Gesellschafter, stärkt Bückeburgs Bürgermeister Reiner Brombach als Aufsichtsratsvorsitzender Hunker den Rücken. Am Ende sei es aber auch im Interesse der beteiligten Kommunen, dass Gewinne erwirtschaftet werden. Denn auf diese seien die Kommunen angewiesen, um beispielsweise ihre Schwimmbäder unterhalten zu können. mf

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