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Stadtwerke übernehmen Netze

Hameln / Wechsel vereinbart Stadtwerke übernehmen Netze

Die Zeit des Streitens ist vorbei. „Partnerschaftlich“ sei nunmehr die Zusammenarbeit in der „kommunalen Familie“, sagte Susanne Treptow gestern. Anlass für die neuen Töne: Die Geschäftsführerin der Stadtwerke Hameln verkündete das Ende eines mehr als dreijährigen zähen Ringens um die Stromnetze in den Hamelner Ortsteilen.

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Quelle: pr.

Von Frank Henke

Hameln. Vom 1. Januar 2015 an werden die Stadtwerke nicht mehr nur für das Netz der Kernstadt, sondern auch für das in den Dörfern zuständig sein: 429 Kilometer waren es bisher, 286 Kilometer und etwa 11 000 Zähler kommen nun hinzu.

Schon im Mai 2011 hatte der Hamelner Rat beschlossen, das Stromnetz in den Ortsteilen an die Stadtwerke zu geben. Doch der bisherige Konzessionsnehmer – die E.on Westfalen Weser AG und später auch deren regionaler Nachfolger, die Westfalen Weser Netz GmbH – wollte sich nicht von den Netzen trennen wollte. Die Stadt startete ein zweites Vergabeverfahren, nachdem E.on das erste angezweifelt hatte – und erneut gewann die GWS Stadtwerke Hameln GmbH.

Nun einigten sich beide Seiten auf einen Kaufpreis, über den sie Stillschweigen vereinbarten. Wer sich nicht daran halte, müsse 100 000 Euro Strafe zahlen, sagt Treptow. Um eine ordentliche Summe dürfte es gehen: „Mit Netzen verdient man Geld“, bringt es die Stadtwerke-Chefin auf den Punkt. Einen zusätzlichen jährlichen Umsatz von 3,5 Millionen Euro erwartet ihr Unternehmen durch die Netzentgelte. Fünf neue Stellen werden jetzt bei der GWS geschaffen.

Treptow und Stadtwerke-Prokurist Helmut Feldkötter betonen die künftig bessere Betreuung der Kunden „aus einer Hand“, das Unternehmen hofft zudem, zahlreiche Neukunden in den Ortsteilen zu gewinnen. „Tausende“ hätten bereits gewechselt, heißt es. Bis zum Jahreswechsel steht nun jedoch viel Arbeit an. Das bisher von der Westfalen-Weser-Gruppe über kommunale Grenzen hinweg betriebene Netz muss „entflochten“ werden.

Dort, wo es Hameln verlässt, sind Trennungen notwendig – an rund 30 Punkten rund um das Hamelner Stadtgebiet. Zudem bekommen es die Stadtwerke nun erstmalig mit oberirdischen Stromleitungen zu tun. Zwar geht es lediglich um 11,4 Kilometer – Hubsteiger und anderes Spezialgerät werden zu ihrer Wartung dennoch erforderlich sein. Eine Kooperation mit dem geschlagenen Kontrahenten ist denkbar. Generell sei das Netz in gutem Zustand, sagt Feldkötter.

Von nun anstehenden „komplexen und umfangreichen Tätigkeiten“ spricht auch die andere Seite, Michael Wippermann von Westfalen Weser Netz. Nach „konstruktiven Verhandlungen“ sei ein Ergebnis erzielt worden, sagte er gestern, ohne den Sieg der Stadtwerke näher kommentieren zu wollen. Westfalen Weser Netz ringt auch andernorts um die Hoheit über das Stromnetz – so in Aerzen, Emmerthal, Salzhemmendorf, Coppenbrügge und Hessisch Oldendorf mit den Stadtwerken Weserbergland.

„Wir freuen uns über diesen Etappensieg“, sagte Treptow. Nur ein Etappensieg? „Dies ist schon ein Sieg“, korrigierte die Stadtwerke-Chefin.

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