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Tennet stellt Suedlink-Antrag online

Weserbergland / Stromtrasse Tennet stellt Suedlink-Antrag online

Der Netzbetreiber Tennet hat eine Vorabversion des Antrags für die Stromtrasse Suedlink auf seiner Internetseite veröffentlicht.

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Die alternative Trassenführung (schwarz umrandet) wird von Tennet in seiner Eignung höher eingeschätzt als der im Trassenkorridorvorschlag enthaltene Abschnitt (blau umrandet) und vom Netzbetreiber daher als ernsthaft in Betracht gezogen. Die Alternative enthält auch Segmente mit Erdverkabelung.

Quelle: r

Von Christoph Boßmeyer

Weserbergland. Am 3. November will Tennet die Unterlagen bei der Bundesnetzagentur einreichen. In den nun online zugänglichen Dokumenten hat Tennet auf rund 3000 Seiten aus seiner Sicht alles Wichtige zum Planungsstand sowie die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens zusammengetragen.

Für die Stromtrasse sind nun insgesamt 83 Korridore abgegrenzt. Nach einer eingehenden Prüfung ist in sechs davon eine Freileitung nicht möglich, schreibt Tennet in seinem Antrag. Dort sei eine Erdverkabelung vorgesehen. Tennet sieht Suedlink jedoch überwiegend als Freileitung. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten also Erdkabel verlegt werden. Und zwar zum Beispiel dann, wenn bestimmte Abstände zu Wohngebieten unterschritten werden.

Haben die Korridore noch eine Breite von bis zu 15 Kilometern, will Tennet in einem nächsten Schritt Trassenkorridore mit einer Breite zwischen 500 und 1000 Metern entwickeln. Beim Urteil über die Eignung spielt eine Vielzahl von Kriterien eine Rolle, zum Beispiel die Beeinträchtigung von Siedlungsflächen. Wichtig für Niedersachsen: Freileitungen müssen einen Abstand von 400 Metern zu Innenbereichen von Siedlungen haben. Dies führt Tennet auch in der Vorabversion als Kriterium auf.

Tennet spricht davon, dass insgesamt 112 Vorschläge detailliert geprüft worden seien. Diese einzelnen Segmente habe das Unternehmen mit verschiedenen Kriterien bewertet. Im Anschluss seien die Alternativen mit der von Tennet geplanten Trasse verglichen und auf einer fünfstufigen Skala bewertet worden – von äußerst geringer Eignung bis hohe Eignung, immer auch im Vergleich mit der von Tennet vorgesehenen Trassenführung. Dabei schnitten einzelne Alternativen sogar besser ab als die Ausgangsplanung, andere wiederum schlechter.

Komplett ausgeschlossen werden aus der weiteren Betrachtung musste keiner der Grobkorridore. Das bedeutet auch, dass die Landkreis Schaumburg und Hameln-Pyrmont weiterhin von der Trassenführung betroffen sind. Und Kritiker sich weiter fragen, warum die Stromtrasse einen Westschwenk südlich von Hannover mitten durchs Weserbergland macht.
Von den insgesamt vier grundlegenden Trassenverläufen sieht die Vorabversion des Antrags den Vorschlag „Mitte/West“ als am besten geeignet an. Dieser Korridor erweise sich „als die mit Abstand beste Lösung“. Die Variante erreiche zum Teil weit überdurchschnittliche Bewertungen in allen Primärkriterien. Die Korridore „West“ und „Ost“ werden laut Tennet verworfen. Der vierte Verlauf „Mitte“ werde vom Netzbetreiber „nicht als ernsthaft in Betracht kommende Alternative eingestuft“, obwohl sie auch überdurchschnittlich abschneidet.

Knapp drei Wochen Zeit bleiben nun, die Planungsunterlagen durchzuarbeiten. Am Mittwoch, 22. Oktober, wird es ein Gespräch im Bundeswirtschaftsministerium geben, an dem unter anderem die Landräte der Landkreise Hameln-Pyrmont, Höxter, Holzminden, Lippe sowie die zuständigen Bundestagsabgeordneten teilnehmen werden. Dennoch sorgt die Teilnehmerliste für Ärger im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Rolf Keller, Ortsbürgermeister des Emmerthaler Ortsteils Börry und vom möglichen Trassenverlauf betroffen, kann nicht verstehen, wieso die Bürgerinitiative Weserbergland nicht an dem Gespräch teilnehmen dürfe, obwohl dies vom Hameln-Pyrmonter Landrat Tjark Bartels in Aussicht gestellt worden sei. Die Holzmindener Landrätin Angela Schürzeberg habe dies in Kellers Augen besser gelöst. Sie nimmt Ortsbürgermeister betroffener Kommunen mit nach Berlin. Am Dienstag, 14. Oktober, geht es um 18 Uhr mit einer Veranstaltung von Tennet in der KGS Salzhemmendorf weiter.
Die Vorabversion des Antrags gibt es im Internet.

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