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Tomaten einfach selbst pflücken

Gärtnerei Zech in Rinteln Tomaten einfach selbst pflücken

Wer bei der Gärtnerei Zech am Graebeweg in Rinteln das Gewächshaus für Tomaten betritt, merkt sofort, dass hier Dinge anders gemacht werden als in Großbetrieben. Zum Beispiel gibt es 30 unterschiedliche Tomatensorten und Kunden dürfen selbst pflücken. Auch der Pflanzenschutz wird biologisch betrieben.

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Bunte Vielfalt: Karl-Heinz Zech zeigt im Gewächshaus seiner Gärtnerei, was Tomaten, Zucchini & Co. alles können.

Quelle: mld

Rinteln. Zum Einen: Es gibt viele ganz unterschiedliche Tomatensorten. 30 an der Zahl, erzählt Karl-Heinz Zech, der zusammen mit seiner Frau Christiane, seinen Kindern und einem Altgesellen den Betrieb führt. Es sind alte Sorten sowie sogenannte F1 Hybridsorten, also die erste Generation von Kreuzungen. Sie brächten ein Drittel mehr Ertrag als alte Sorten, „zuverlässig“, erzählt Sohn Eike Zech.

 „Wir haben hier viele Liebhaber-Sorten“, sagt Karl-Heinz Zech und führt durch das Gewächshaus, in dem Tomaten verschiedenster Form, Farbe, Größe und Zeichnung gedeihen, mit Namen wie Ochsenherz, Andentomate oder Zitronen-Cocktailtomate.

 Davon können sich die Kunden nun selbst überzeugen, denn man kann sich die Tomaten hier selber pflücken. „Wir haben im letzten Jahr damit angefangen“, erzählt Karl-Heinz Zach. Dies sei so gut angekommen, dass die Gärtnerei in diesem Jahr mehr Sorten anbietet.

 Nicht nur lädt die Gärtnerei ihre Kunden ein, Tomaten zu probieren, anzuschauen und zu pflücken – natürlich kann man hier auch die entsprechenden Jungpflanzen kaufen. Der Vorteil: Man sieht, welche Pflanze wie wächst und welche Pflege benötigt. Und: „Wir beraten jeden, egal ob Kunde oder nicht“, sagt Eike Zech.

Biologischer Pflanzenschutz

 Die Tomaten sind übrigens ungespritzt. Es ist das, was der Betrieb ebenfalls anders macht als Großbetriebe: Gegen Schädlinge wird allein mit Insekten vorgegangen. Darum kümmert sich Eike Zech. „Wird gesprüht, und es befinden sich schon Früchte auf den Pflanzen, lagert sich das ab und geht in die Früchte. Das wollen wir nicht!“

 Gegen Blattläuse oder weiße Fliegen wird mithilfe von Schlupfwespen vorgegangen. Sie sitzen auf kleinen Karten, die in den Pflanzen hängen. Bis zu 18.000 sorgen hier gleichzeitig für biologischen Pflanzenschutz. Außerdem verursachen Kleinstschädlinge oft schon im Boden Schaden. Gegen sie gehen bis zu 500 Millionen Raubmilben vor.

 Außerdem haben sich die Zechs vier Hummelvölker angeschafft. Zum einen stresse das Geräusch der Hummeln die Schädlinge, erzählt Eike Zech. Und: Die Hummeln sorgen für bessere Bestäubung – und erhöhen dadurch auch Ertrag und Qualität der Früchte.

 Hierzu trägt übrigens auch die Erde bei, die die Zechs sich anmischen lassen, „abgestimmt auf unsere Gegend“, beispielsweise auf das extrem harte Wasser, so Eike Zech.

 Die Familie denkt schon über eine Erweiterung des Selbstpflücker-Gedankens nach, so könnten Beeren dazukommen. Auch das Tomatensortiment könnte erweitert werden. „Wir möchten den gesamten Betrieb gut für die nächste Generation aufstellen“, sagt Karl-Heinz Zech und sieht seinen Sohn an. mld

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