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Unternehmen fühlen sich gegängelt

AdU-Herbstempfang Unternehmen fühlen sich gegängelt

Es war ein klares Bekenntnis zur Heimat und zur Region, das der AdU-Vorsitzende Jürgen Lohmann Mittwochabend beim Herbstempfang des Arbeitgeberverbandes in der Weserbergland-Festhalle abgab: „Unsere mittelständischen Unternehmen sind in der Region verankert und auf dem Weltmarkt zu Hause.“

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Quelle: pr.

Weserbergland. Dies untermauerte er mit Zahlen aus der Herbstumfrage des AdU: „Unsere Unternehmen sehen positiv in die Zukunft“, berichtete Lohmann. 75 Prozent der Betriebe hätten Investitionen angekündigt, die zu 72 Prozent in der Region erfolgen sollen.

Aber Lohmann und der AdU verbinden damit auch die Forderung, dass dieses Bekenntnis „einen Widerhall bei Politik und Verwaltung finden muss“, wenn es um Bau- und Nachbarschaftsrechte, Flächenausweisungen und insbesondere den Infrastrukturbereich gehe. Die im AdU vertretenen Unternehmen fühlten sich durch vielerlei Auflagen gegängelt und von Naturschutzauflagen blockiert. Um wichtige Infrastrukturprojekte, wie die Südumgehung durchzusetzen, brauche es heute schon die Zeit von Generationen.

Insgesamt sei das Band zwischen einem Industriestandort und der Kommune „merklich dünner“ geworden, und mit abnehmender Arbeitslosigkeit lasse offenbar auch der politische Wunsch nach, „sich um die Unternehmen vor Ort zu kümmern oder auf Unternehmen zuzugehen“, beklagte der AdU-Vorsitzende.

Es lohne sich, zu investieren

Als mittelständische Unternehmen, die im weltweiten Wettbewerb seien, kämen sie sich vor wie Schwimmer in einem Wettbewerb, in dem sie durch zusätzliche Gewichte belastet seien. Das Preisgeld für Bodenständigkeit dürfe nicht sein, dass die Quintessenz einer florierenden Wirtschaft sei, dass man in den Verwaltungsetagen sage, sie könne genau deshalb weiter belastet werden. „Es lohnt sich nach wie vor, hier zu investieren“, betonte Lohmann, „aber es macht immer weniger Spaß. Meistens ist es nur noch frustrierend, schlichtweg demotivierend.“

Mit dem Thema „Heimat statt Beliebigkeit – warum auch international tätige Konzerne ihren Wurzeln treu bleiben sollten“ beschäftigte sich als Festredner der ehemalige Merck-Vorstandsvorsitzende Karl-Ludwig Kley, seines Zeichens auch Aufsichtsratschef von e.on und stellvertretender Vorsitzender des BMW-Aufsichtsrates. Eindringlich verwies Kley in seinem Vortrag auf die Tatsache, dass ohne die Wirtschaft die Stabilität und Finanzierung des Sozialstaates gefährdet sei „und damit auch die Zukunft der Demokratie“. Heimat profitiere vor allem auch von den in der Region handelnden Unternehmen. truchseß

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