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Unternehmen im Weserbergland drohen Warnstreiks

300 Metaller legen Arbeit nieder Unternehmen im Weserbergland drohen Warnstreiks

Nachdem die zweite Tarifverhandlung am Mittwoch ergebnislos auf Mitte Februar vertagt worden ist, sendeten 300 Metaller aus dem Weserbergland, die bei KSM, Alcoa, Gea Ecoflex, EM-motive, Robert Bosch und Wabco in der Nachtschicht arbeiteten, mit einem Mitternachtswarnstreik laut Gewerkschaftsangaben „ein erstes, deutliches Signal an NiedersachsenMetall“. Die Arbeitgeber kritisierten die Warnstreiks hingegen als „unnötige Kraftmeierei“.

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Quelle: SN

Weserbergland. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte ab dem 1. Januar um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie tarifvertragliche Regelungen für eine Alters- und Bildungsteilzeit. Martina Manthey, Bezirkssekretärin IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt: „Das Angebot der Arbeitgeber in Sachen Altersteilzeit ist nicht akzeptabel.“Uwe Mebs, der erste Bevollmächtigte der IG Metall Alfeld-Hameln-Hildesheim, beurteilte die Verhandlungspositionen vom Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall ebenfalls kritisch. „Das Angebot von 2,2 Prozent ist eine klare Botschaft an die Beschäftigten“, meinte Mebs. „Es bringt zum Ausdruck, dass die Leistung der Arbeitnehmer am Unternehmenserfolg nur in den Sonntagsreden der Arbeitgeber geschätzt wird.“

 Die Gewerkschaft kündigt für die nächsten Wochen Aktionen und Warnstreiks auch im Weserbergland an, darunter in Hameln bei Premium Stephan, Volvo CE und Reintjes, Emmerthaler Apparatebau, der Aerzener Maschinenfabrik, in Groß Berkel bei Lenze und in Bad Pyrmont bei Phoenix Contact Eletronics.

 Die Arbeitgeber sehen eine Erhöhung der Entgelte um 2,2 Prozent zum 1. März und eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2015 vor. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall: „Der Gewerkschaft liegt jetzt ein absolut respektables Angebot vor. Wir erwarten, dass man sich damit dort ernsthaft auseinandersetzt.“ Im Bereich Altersteilzeit sei man außerdem bereit, den Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente mit Anpassungen wieder in Kraft zu setzen, ergänzte Claudia Beckert, Tarifkommissionsvorsitzende und Verhandlungsführerin von NiedersachsenMetall: „Für besonders belastete Arbeitnehmer wollen wir Lösungen für einen angemessenen Übergang in die Rente finden.“ Die Bildungsteilzeit hingegen lehne man ab, so Beckert: „Unsere Unternehmen bieten ihren Beschäftigten schon heute ein breites Programm an Fort- und Weiterbildungen – das ist in unserem ureigensten Interesse, wenn wir weiterhin als Hochlohnland konkurrenzfähig bleiben wollen.“ r

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