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Verständnis für Mautausweitung

Geringe Mehrkosten Verständnis für Mautausweitung

Viele Schaumburger Unternehmen müssen seit Kurzem bei der Maut tiefer in die Tasche greifen. Hatte die Abgabe für zahlreiche Abschnitte auf Bundesstraßen in der Region zuvor nur für Fahrzeuge ab einem Gewicht von zwölf Tonnen gegolten, fallen jetzt auch Lastwagen und Transporter ab 7,5 Tonnen darunter.

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Viele Speditionen und Handwerksbetriebe müssen durch die Ausweitung der Maut auf Bundesstraßen tiefer in die Tasche greifen. Auch in Schaumburg sind mehrere Abschnitte der Fernstraßen davon betroffen.

Quelle: pr.

Landkreis (bes). In Schaumburg gehören die Bundesstraße 65 in Bückeburg und bei Bad Nenndorf sowie die Ortsumgehung in Stadthagen dazu.

„Wir versuchen, unsere Baustellen über Bundesstraßen zu erreichen, die nicht bemautet sind“, sagt Rudolf Nolte, Inhaber und Geschäftsführer von Nolte Bau aus Hagenburg. Allerdings sei dies nicht immer möglich, schränkt der Diplom-Ingenieur, der auch Obermeister der Baugewerke- und Zimmererinnung der Kreishandwerkerschaft. Seiner Einschätzung nach sind zahlreiche Betriebe in Schaumburg von der neuen Regelung betroffen.
Dazu gehört auch Lutz Jelitto, Inhaber und Geschäftsführer von Schweerbau. Die zusätzliche finanzielle Belastung s für seinen Betrieb sieht er allerdings als zweitrangig an. Auch dem zusätzlichen organisatorischen Aufwand misst er eine untergeordnete Rolle bei, vielmehr sieht er in der Mautausweitung auch positive Aspekte: „Wir leben von dem Erhalt der Infrastruktur, und wenn zusätzliche Mittel beschafft werden, ist das für uns gut“, sagt er.
Die Spedition Molthahn Transporte in Nienstädt ist nach Angaben von Geschäftsführer Matthias Molthahn von der jetzigen Veränderung nicht betroffen. „Wenn ab 2018 aber auf allen Bundesstraßen die Maut gelten soll, wird es auch uns weh tun“, sagt Molthahn. Angesichts dieser zusätzlichen finanziellen Belastung werden insbesondere Unternehmen bestraft, die nicht an Autobahnkreuzen gelegen sind. Letztendlich könne damit irgendwann auch eine Standortfrage verbunden sein.
„Das Thema steht bei vielen Firmen aber noch nicht oben auf der Agenda“, betont Fritz Pape. Die Folge sei die Gefahr, dass diese Unternehmen unter Umständen hohe Bußgelder zu zahlen haben, ergänzt der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. „Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass sich die Betriebe insbesondere für die Routen informieren, die sich häufig fahren.“
Er sei zu Beginn der Diskussion davon ausgegangen, dass bei der Maut Fahrten zum Arbeitsplatz nicht im Vordergrund stehen, sagt Pape. „Wie sich herausgestellt hat, sind aber auch diese davon betroffen.“
Die Ausweitung der Maut ist nach Einschätzung von Martin Wrede von der Stadthäger Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer für viele Betriebe eine zusätzliche Belastung. Insbesondere Leerfahrten werden so teurer. Allerdings habe sich die Kammer für die nutzerfinanzierte Instandhaltung der Infrastruktur eingesetzt. „Das so eingenommene Geld muss aber auch für die Sanierung und den Ausbau von Straßen genutzt werden“, fordert Wrede. Zudem dürfe die Ausweitung der Maut nicht dazu führen, „dass sich der Verkehr verlagert, etwa in Stadthagen in die Innenstadt“, stellt der IHK-Sprecher klar, da dies für die betroffenen Anwohner eine hohe Belastung bedeute.

Drei Abschnitte in Schaumburg

In Schaumburg sind nach Angaben von Markus Brockmann von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr drei Bereiche der Bundesstraße 65 von der Mautausweitung betroffen: das 4,1 Kilometer lange Teilstück zwischen Minden-Meißen und Bückeburg-West, die 200 Meter von Bückeburg-West bis zur Anschlussstelle der Bundesstraße 83 und die Ortsumgehung Stadthagen. Diese ist ebenfalls 4,1 Kilometer lang. Darüber hinaus ist auch ein 300 Meter langes Teilstück der Bundesstraße an der Anschlussstelle Bad Nenndorf der Autobahn 2 betroffen.
„Die Kontrolle übernimmt das Bundesamt für Güterverkehr“, sagt Brockmann. Wie bei der Ausweitung der Maut auf Fahrzeuge ab zwölf Tonnen werde auf Stichproben gesetzt, da der Aufbau von sogenannten Mautbrücken zu teuer sei. Die Gebühren können dem Behördenchef zufolge bei speziellen Terminals an Tankstellen oder über entsprechende Technik in den Fahrzeugen abgerechnet werden.
 n Weitere Infos gibt es im Internet unter www.mauttabelle.de.

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