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Von Abbaugebieten abgeschnitten

Weserkies-Schiffe Von Abbaugebieten abgeschnitten

630 Tonnen Kies, von solchen Ladungen kann Kai Uwe Vogt, Werksleiter von Ahe-Weserkies, derzeit nur träumen. Aufgrund des extrem niedrigen Pegelstandes der Weser ist das Unternehmen derzeit von seinen Abbaugebieten in Hohenrode und Großenwieden abgeschnitten.

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Die Weser zieht sich zurück: Unter der Brücke fließt derzeit merklich weniger Wasser.

Quelle: jak

Rinteln. Einzig aus Ahe könne man noch Kies anschiffen, aber das ist „quasi die Reserve“. Und auch auf dem kurzen Stück sei der Pegelstand bereits so niedrig, dass die Schiffe nur mit einer Ladung von 400 Tonnen fahren könnten.

Der Betrieb des Werks sei dadurch allerdings nicht verlangsamt. Die kürzere Strecke kompensiert die geringere Ladung. Zwar habe man schon die Anträge für neue Abbaugebiete gestellt, diese würden aber erst bearbeitet. „Das kann noch ein gutes Jahr dauern.“ Sobald der Wasserstand steige, werde man zunächst in Hohenrode zu arbeiten beginnen. Dabei orientiert sich das Unternehmen am Pegelstand in Rinteln, der deutlich höher ausfällt als in Hameln. Zwei Wochen lang könne man dann in Hohenrode noch abbauen. Danach müsse sich auch der Pegelstand in Hameln so weit erholt haben, dass man im Abbaugebiet bei Großenwieden die Arbeit fortsetzen kann.

Angesichts der trockenen Weserufer mag sich mancher zwar über Regen freuen. Doch der sollte laut Bernhard Nitsche besser vermehrt an der Edertalsperre fallen: Denn seit Anfang September kommt von dort nur sehr wenig Wasser in die Weser. „So extrem war es lange nicht. Fasst die Edertalsperre wie vor vier Wochen nur noch 40 Millionen Kubikmeter, müssen wir runterfahren“, erklärt der Leiter vom Außenbezirk Hameln des Wasser- und Schifffahrtsamts. Nur noch sechs Kubikmeter Wasser werden derzeit pro Sekunde in die Weser abgelassen. „Bei unter sechs Kubikmetern pro Sekunde stirbt der Fluss“, macht Nitsche den Ernst der Lage deutlich. Axel Sohny, Sachbereichsleiter Bauwesen des Wasser- und Schifffahrtsamts in Minden, schließt zwar aus, dass die Weser trockenfallen könne. „Aber so eine lang anhaltende Trockenperiode ist selten. Das kenne ich aus den letzten Jahren nicht. Dass es mal eine Woche oder so Einschränkungen gab, ja, aber das hatten wir noch nicht.“

Für die „Flotte Weser“ hat der niedrige Wasserstand im Bereich Hameln derzeit keine gravierenden Auswirkungen: „Im Staubereich gibt es keine Probleme“, erklärt Geschäftsführer und Inhaber Jörg Menze. Seine Schiffe haben mit 60 Zentimetern vergleichsweise wenig Tiefgang – bei einem Pegel von 70 Zentimetern kann es aber schon mal eng werden; auf einigen Teilstrecken laufe der Betrieb daher diese Woche nur eingeschränkt. jak

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