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Vorzeige-Bilanz zum Abschied

Volksbank Hameln-Stadthagen steigert Gewinn Vorzeige-Bilanz zum Abschied

Wenn Heinz-Walter Wiedbrauck zur Jahresmitte die Geschäfte an seinen designierten Nachfolger Michael Joop übergibt, dann hinterlässt der scheidende Vorstandschef ein sprichwörtlich gut bestelltes Haus.

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„Unser Geschäftsjahr hat die Note ,Gut’ verdient“, heißt es im Vorstand der Volksbank Hameln-Stadthagen (hier die Hauptstelle an der Marktstraße).

Quelle: rg

Stadthagen. Trotz widriger Rahmenbedingungen konnte die Volksbank Hameln-Stadthagen auch 2014 auf allen wichtigen Geschäftsfeldern Wachstum verzeichnen. Unter den bundesweit 1047 Genossenschaftsbanken rangiert das heimische Geldinstitut nach Unternehmensangaben an 143. Stelle.

 Die Bilanzsumme kletterte um 55,8 Millionen auf 1,226 Milliarden Euro (Vorjahr 1,17 Milliarden Euro) – ein Plus von 4,8 Prozent. Das Kundenkreditvolumen erhöhte sich unterm Strich um 3,9 Prozent und beträgt nun 541,7 Millionen Euro. Die Kundeneinlagen legten gegenüber dem Vorjahr um 47,2 Millionen auf knapp 1,454 Milliarden Euro zu. Das Provisionsgeschäft machte 9,089 Millionen Euro aus (8,789 Millionen). Und schließlich verbesserte sich auch der Bilanzgewinn um satte 14,3 Prozent auf 3,1 Millionen Euro (2,71 Millionen).

 Nur bei der Kunden- und Mitgliederzahl musste die Volksbank Federn lassen: Mit 71000 Kunden sowie 38000 Mitgliedern sind beide Zahlen leicht rückläufig, wie Wiedbrauck einräumte. „Auswirkung des demografischen Wandels – die Landkreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont verlieren beide jährlich rund eineinhalbtausend Einwohner. Das geht auch an uns nicht spurlos vorbei“, so der Vorstandschef.

 Zu schaffen mache der Bank vor allem jedoch die Geldpolitik der europäischen Zentralbank (EZB): Die mit der Liquiditätsschwemme einhergehende Niedrigzinsphase sei zwar gut für die Konjunktur, vermassele den regionalen Banken deren Hauptgeschäft.

 Schnelle Besserung sieht der Volksbank-Vorstand nicht. „Aufgrund der EZB-Politik werden die Zinsen noch mindestens bis 2020 so niedrig bleiben“, ist Wiedbrauck überzeugt. Opfer seien nicht nur Kunden, deren private Altersvorsorge nun ins Wanken gerate, sondern auch die Banken selbst. In „weiser Voraussicht“ habe man zur Ertragssicherung schon seit 2012 rund 60 Millionen Euro in Immobilien investiert, „um die nächsten Jahre zu überstehen“, berichtet Wiedbrauck.

 Und auch an anderen Stellen müsse man sich neue Strategien zurechtlegen. So will die Bank beispielsweise ihr Online-Vertriebsgeschäft „massiv ausbauen“, wie Joop ankündigt. Allerdings ohne die persönliche Beratung zu reduzieren. Denn die Nähe der insgesamt 220 Mitarbeiter zu den Kunden und das Netz von 21 Geschäftsstandorten bleibe ein wesentlicher Garant für den Erfolg.

 Ein Ärgernis bleibt für die Vorstandsetage hingegen die „ungebremste Regulierungsflut seitens der Aufsicht“. Um alle Erlasse, Verordnungen und Auflagen zu erfüllen, müsse inzwischen ein immenser Aufwand betrieben werden. „Das kostet uns wahnsinnig viel Geld“, klagt Wiedbrauck.

 Ein heikles Thema bleibt die Frage möglicher Fusionen. Mit dem Abschied des amtierenden Vorstandsvorsitzenden könnte die 2011 schon einmal verhandelte, dann aber geplatzte Verschmelzung mit der Volksbank in Schaumburg wieder auf die Tagesordnung kommen. Der scheidende Vorstandschef wollte das gestern selbst nicht ausschließen. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten seien Fusionen heute zwar nicht mehr so interessant wie noch vor ein paar Jahren. „Wenn die Gegebenheiten vor Ort passen, dann kann man die Gespräche aber wieder aufnehmen.“ Am Ende hänge vieles von den beteiligten Menschen ab, sagt Wiedbrauck. Derzeit gebe es aber weder Fusionsgespräche noch Pläne dafür, betont er. mf

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Vorstand Volksbank Hameln-Stadthagen

Michael Joop übernimmt am 1. Juli den Vorstandsvorsitz bei der Volksbank Hameln-Stadthagen. Der 48-Jährige tritt damit die Nachfolge von Heinz-Walter Wiedbrauck an, der nach 43 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand geht.

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