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Weniger Milch, mehr Geld

Landwirtschaft Weniger Milch, mehr Geld

Die Landwirtschaft befindet sich in einer Krise. Seit Jahren kämpfen vor allem die Milchviehhalter um angemessene Preise. Einen kleinen Erfolg haben sie jetzt erzielt, die EU hat eine Mengenreduzierung beschlossen und so den Markt ausgeglichen.

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Dieses Foto ist bereits fast zehn Jahre alt, die Problematik aber immer noch die gleiche: Milchviehhalter Heinrich-Jürgen Ebeling und seine Berufskollegen kämpfen um faire Preise für die Milch.

Quelle: la

Landkreis. „Wir bekommen jetzt 26 Cent pro Liter Milch und für November wurden uns 30 Cent angekündigt, doch das reicht gerade, um die laufenden Kosten zu decken. Unsere Arbeit und der Stallplatz werden noch nicht bezahlt. Ersatzinvestitionen sind auch nicht drin“, stellte Heinrich-Jürgen Ebeling bei einem Vortrag zu dem Thema fest. Dazu müssten mindestens 40 Cent pro Liter gezahlt werden. Unverständlich ist dem Landwirt, dass er zwar sechs Cent mehr pro Liter bekommt, die Milch beim Discounter aber 16 Cent teurer geworden ist.

"Die Landwirte sind pleite"

Über die Ursachen der Krise, ihre Folgen und den bisherigen Kampf der Milchviehhalter, hat der Vorsitzende des Bundes Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, vor rund 20 Landwirten aus der Region referiert. „Folgen der niedrigen Milchpreise sind Einkommensverluste von rund zehn Milliarden Euro in Deutschland“, so Schaber. „Geld, das nicht investiert werden kann. Die Landwirte sind pleite und leiden zunehmend unter psychischer Belastung.“

Die Produktionskosten für einen Liter Milch lägen in Deutschland bei 40 bis 50 Cent, gezahlt würden aber nur 23 bis 33 Cent. „Unter 40 Cent geht eigentlich nichts“, stellte der Verbandsvorsitzende fest. „Die Landwirte sind einfach zu genügsam.“ Sie gingen zur Bank, um weiter investieren zu können. Dabei seien die derzeit niedrigen Zinsen ein großes Glück. „Aber wir brauchen mehr Geld, um eine Zukunft zu haben, um Nachwuchs zu bekommen“, mahnt Schaber.

Preise steigen an

Schon der geringe Rückgang der Produktion, um etwa zwei Prozent, habe zu einer deutlichen Veränderung am Markt geführt. Seit September seien die Preise für Milch, Butter und Käse angestiegen. „Die Produktion ist aber auch deshalb zurückgegangen, weil vielen Milchviehhaltern die Luft ausgegangen ist“, so Schaber, der die Landwirte zum weiteren Kampf aufrief: „Wir dürfen und können uns noch nicht mit dem Erreichten zufriedengeben.“ la

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