Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Wenn die Preise im Keller sind

Landvolk kritisiert Entwicklung Wenn die Preise im Keller sind

„Die Stimmung auf den Höfen ist derzeit eher mit schwarz als mit weiß zu bezeichnen.“ Mit dieser Einschätzung hat Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, seine Botschaft auf den Punkt gebracht.

Voriger Artikel
Mit Kraft und Köpfchen
Nächster Artikel
„Ich tue nichts Böses“

Schweinezüchter haben unter dem massiven Preisverfall zu leiden.

Quelle: pr.

Landkreis. Anlass ist der Landvolktag 2016 in der Stadthalle Baxmann in Hessisch Oldendorf gewesen.

 Denn, so machte der Kammerpräsident den zahlreich erschienen Landwirten aus dem Weserbergland und aus Südniedersachsen klar: Seit zwei Jahren befinden sich die Einkommen der Landwirte in Niedersachsen im freien Fall. Die Unternehmensergebnisse haben sich vor allem in der Schweine- und Milchviehhaltung binnen zwei Jahren mehr als halbiert. Ackerbaubetriebe müssen Verluste von einem Drittel verkraften.

 Das Landvolk Weserbergland hatte nach Hessisch Oldendorf eingeladen. Und dessen Vorsitzender Hermann Grupe – zugleich FDP-Abgeordneter im Landtag – hatte bereits in seiner Begrüßung ein düsteres Bild gezeichnet, in dem sich viele der Berufskollegen befinden: Die Landwirtschaft stecke derzeit so tief in einer Krise, wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Situation in vielen Betrieben sei bereits ruinös, am Ende bleibe auf vielen Höfen nichts mehr übrig, so Grupe. Daher regiere unter den Landwirten das Prinzip Hoffnung, und der Betrieb werde oft nur mit neuen Krediten am Laufen gehalten. Leider sei aber keine Besserung, eher noch ein weiterer Rückgang der Erzeugerpreise in Sicht. „Und so sitzen manchem Betriebsleiter schon die Banken im Nacken“, so der Vorsitzende des Weserbergland-Landvolks.

 Hauptredner des Nachmittags war aber der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Gerhard Schwetje ist Landwirtschaftsmeister und bewirtschaftet einen Betrieb mit Ackerbau und einer Hähnchenmast in Cramme im Landkreis Wolfenbüttel.

 Zur derzeit erschwerten Situation in der Landwirtschaft kommen laut Schwetje neben der miesen Einkommenssituation noch Akzeptanzprobleme in der Gesellschaft hinzu: Landwirte haben sowohl in der Tierhaltung als auch im Bereich der Lebensmittelproduktion immer wieder mit einem schlechten Image zu kämpfen – seien es Spritzmittelrückstände oder Massentierhaltung. Diesbezüglich gab Schwetje „Landwirtschaftsromantikern“, wie er sie nannte, zu bedenken, dass sich landwirtschaftliche Praxis an neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in Ackerbau und Viehwirtschaft orientiere und dabei heute „unter dem unerbittlichen Preisdruck der Weltwirtschaft“ stehe.

 Damit Landwirte nicht unter Lohnverzicht und Selbstausbeutung in Resignation und Depression verfielen, müsse die Gesellschaft daher „wieder zu auskömmlichen Preisen und einer breiten Akzeptanz der Landwirtschaft kommen“, zeigte Gerhard Schwetje als Lösungsweg aus der derzeitigen Misere der Bauern auf. joa

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben
DAX
Chart
DAX 11.236,50 +0,51%
TecDAX 1.756,50 +1,36%
EUR/USD 1,0562 -0,48%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 77,20 +3,47%
FRESENIUS... 69,87 +2,31%
BEIERSDORF 78,43 +1,86%
DT. BANK 17,32 -3,34%
THYSSENKRUPP 23,48 -2,44%
INFINEON 16,20 -1,12%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Stabilitas PACIFIC AF 164,92%
Structured Solutio AF 163,72%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 112,08%
Fidelity Funds Glo AF 98,25%

mehr