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Wind und Sonne als tragende Säulen

Emmerthal / Energiewende Wind und Sonne als tragende Säulen

Geballter Sachverstand in Berlin zum Thema Energiewende: Zwei Tage lang befasste sich der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVFEE) mit innovativen Lösungen.

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Das Solarenergieforschungsinstitut berichtete in Berlin über seine Beiträge für die künftige Energieversorgung. Institutsleiter Prof. Dr. Rolf Brendel: „Dass es nicht nur eine, sondern viele mögliche Lösungen für die Energiewende gibt, ist sehr beruhigend.“

Quelle: dpa

Emmerthal/Berlin. Mit dabei waren Wissenschaftler des Instituts für Solarenergieforschung (ISFH) aus Emmerthal, um den Umgang mit den technologischen, ökonomischen sowie politisch-gesellschaftlichen Herausforderungen der Energiewende durch die Forschung zu analysieren. Die Tagung in Berlin habe gezeigt, dass es „viele verschiedene Routen hin zu einer zukünftigen Energieversorgung mit stark reduzierten CO2-Emissionen gibt“, fasst Emmerthals Institutsleiter Professor Rolf Brendel zusammen. Allen möglichen Wegen seien aber drei Aspekte gemeinsam, hebt er hervor. „Erstens: Wind und Sonne sind tragende Säulen der zukünftigen Energieversorgung und müssen also ausgebaut werden.“ Zweitens müsse der Kohleverbrauch gesenkt werden, denn sonst sinken die CO2-Emissionen nicht. „Und drittens brauchen wir auf vielen Gebieten markttaugliche Innovationen, um das zeitlich schwankende Dargebot von Wind und Sonne kostengünstig in unser Energiesystem zu integrieren.“

 In Vorträgen und Diskussionsrunden wurden bei der Tagung die Entwicklungsphasen des Energiesystems analysiert und die politischen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für deren Umsetzung untersucht. Dabei wurde gezeigt, wie die Forschung zur Lösung der jeweiligen Herausforderungen beitragen und die Phasenübergänge aktiv mitgestalten kann, um die notwendige Strom-, Wärme- und Mobilitätswende voranzutreiben und technologisch wie ökonomisch sinnvolle Lösungen für den Umbau des Energiesektors bereitzustellen.

 Das ISFH hat bei der Tagung über neue Wege bei der Herstellung von Solarzellen berichtet. Etwa 90 Prozent der weltweit installierten Solarzellen – das seien derzeit etwa 150 Gigawatt – bestehen aus kristallinem Silizium, und haben siebgedruckte Kontakte. „Für diese wichtige Klasse von Solarzellen konnten wir kürzlich mithilfe von Forschungsförderung des Bundeswirtschaftsministeriums und der deutschen Solarindustrie einen neuen Weltrekordwirkungsgrad erreichen“, so der Institutsleiter. „Diese am ISFH gewonnenen Erkenntnisse haben zu neuen Produkten unserer deutschen Forschungspartner aus dem Maschinenbau und aus der Modulproduktion beigetragen.“ Die heimischen Referenten machten in Berlin deutlich, dass der Preis von Photovoltaik-Systemen in den vergangenen sieben Jahren über 70 Prozent gesunken seien. Photovoltaik sei heute wirtschaftlicher als Atomstrom.cb

 Die auf der Tagung vorgestellten Arbeiten zeigten nach Ansicht von Brendel auch, dass die effiziente Nutzung von Energie ein besonders wichtiger Teil der Energiewende ist. Auf diesem Feld berichtete das ISFH über bisher wenig beachtete und nun erstmals quantifizierte Wärmeverluste an den Anschlüssen vieler thermischer Speicher. Diese Forschungsarbeiten wurden von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und von proKlima-Hannover unterstützt. Sie führten zu einer im Internet veröffentlichten Broschüre, die aufzeigt, wie der Heizungsfachmann die Verluste mit ganz einfachen Mitteln drastisch reduzieren kann, wie Brendel berichtet.

 „Die Stromwende ist erfolgreich eingeleitet“, sagte Tagungsleiter Prof. Dr. Fischedick „Als Nächstes muss es gelingen, auch neue dynamische Phasen in der Wärme- und in der Verkehrswende anzustoßen.“

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