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Zuckerrübe zeigt Potenzial

Anbauer im Weserbergland steigern Erntemenge Zuckerrübe zeigt Potenzial

Die abgelaufene Zuckerrübenkampagne ist nach Ansicht der Anbauer durchaus erfolgreich verlaufen. Allerdings hat sich die starke Ernte negativ auf die Preise ausgewirkt. In diesem Jahr soll die Produktion daher zurückgefahren werden.

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 Im Lippe-Weser-Raum haben die Rübenanbauer 764.590 Tonnen geerntet.

Quelle: dpa

Landkreis (ber).  „Die Rübe hat ihr Potenzial durchaus gezeigt“, betont Clemens Becker, Geschäftsführer des Zuckerrübenanbauerverbandes Niedersachsen-Mitte, in dessen Bezirk auch der Landkreis Schaumburg liegt. 83 Tonnen pro Hektar haben die Anbauer demnach in der abgelaufenen Kampagne geerntet, der Zuckerertrag pro Hektar lag bei 14,7 Tonnen.

 Nach Angaben von Becker haben mehrere Faktoren zu der guten Ernte geführt. „Der Winter war kein richtiger Winter, und Januar, Februar und März waren sehr trocken. Daher konnten die Landwirte sehr früh mit der Aussaat beginnen, am 20. März. Das ist drei bis vier Wochen früher als normal.“ Die Folge sei gewesen, dass die Rüben früh groß geworden sind. „Im Sommer hatten wir dann wenige Trockenperioden und damit kaum Wachstumsunterbrechungen“, so Becker.

 Ein Teil der Ernte seien Vertragsrüben, für die die Anbauer einen festen Mindestpreis mit dem Unternehmen Nordzucker vereinbart haben. „Alles, was darüber hinaus geerntet wurde, muss auf dem freien Markt verkauft werden“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Becker. Für die Überschussware hätten die Anbauer jedoch sehr schlechte Preise erzielt, „sodass der Umsatz insgesamt konstant geblieben ist“.

 Nach Angaben von Becker sei es den Landwirten lieber, wenn sie weniger Rüben produzieren und diese dadurch schneller verkaufen können. „Das Risiko wird nach hinten heraus größer. Wenn am Ende des Winters eine Frostperiode einsetzt, besteht die Gefahr, „dass ein Teil der Ernte verloren geht“.

 Auch Karl-Friedrich Meyer, Vorsitzender des Verbandes der Rübenanbauer im Lippe-Weser-Raum, spricht von einer guten Ernte. Die Rüben aus dem Verbandsgebiet zwischen Holzminden und Stadthagen sowie zwischen Bielefeld und Hildesheim werden in der Zuckerfabrik in Lage verarbeitet, die zum Unternehmen Pfeifer und Langen in Köln gehört. Mit 87 Tonnen pro Hektar sei die bisher höchste Rübenerntemenge erreicht worden, die die Landwirte im Verbandsgebiet erzielt haben. Die Erntemenge der Zuckerfabrik Lage lag laut Meyer bei insgesamt 764.590 Tonnen Rüben, daraus wurden 117.787 Tonnen Zucker produziert.

 Als Ursache gibt Meyer die frühe Aussaat im vergangenen Frühjahr an. „Wir konnten ab dem 10. März in sehr trockene Böden bestellen.“ Angesichts der negativen Preisentwicklung „wird sich die Anbaufläche um 15 Prozent verringern“, prognostiziert Meyer. „Es muss in diesem Jahr weniger produziert werden.“

 Der Zuckergehalt der Rüben sei mit 17 Prozent um ein Prozent geringer gewesen als sonst. Diese liege laut Meyer am verregneten Sommer und dem zu warmen Herbst. „Zucker, der sich am Tag in den Rüben gebildet hat, wurde aufgrund der Temperaturen nachts wieder veratmet.“

 Die Rüben gehen nach Angaben von Meyer zu 90 Prozent als Zucker in die Nahrungskette, der Rest gehe in die Bioethanolverarbeitung und in die Biogasanlagen. Der Anteil der industriell verwerteten Rüben sei aufgrund der hohen Erträge leicht gestiegen, „geplant war dies nicht“.

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