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Mit der Vorstellung eines neuen Präzisionsgetriebes soll beim Hamelner Getriebehersteller Premium Stephan nicht weniger als die Zukunft beginnen.

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Stolz auf das neue Getriebe, mit dem Premium Stephan in die Zukunft will (von links): Geschäftsführer Matthias Nentwig und die Konstrukteure Peter Hartung und Frank Klünder.

Quelle: Dana

Getriebehersteller will großangelegt investieren. Das Unternehmen selbst spricht gar von „einem historischen Moment“. Tatsächlich weiht Premium Stephan hat am Dienstag eine neue Produktionshalle für die Serienfertigung des „Melior Motion Getriebes“ ein. Damit verbunden sind Investitionen in Höhe von drei Millionen Euro sowie geplante Neueinstellungen.

 Vor fast genau einem Jahr waren noch dunkle Wolken über die Hamelner Tochter der indischen Premium Transmission Ltd. gezogen. Doch dann schlossen die indische Konzernmutter, die Belegschaft und die Gewerkschaften ein Bündnis: Der Getriebehersteller gab für den Hamelner Betrieb eine Standort- und Beschäftigungsgarantie bis März 2017 ab, der Konzern wollte Millionen investieren – unter anderem 1,5 Millionen Euro, auf die die Mitarbeiter zuvor an Gehaltszahlungen verzichtet hatten. Große Hoffnungen setzten alle miteinander in die Entwicklung eines neuen Getriebes, das die Hamelner entwickelt haben, das gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut getestet wurde.

 Premium-Stephan-Manager Matthias Nentwig hebt die Besonderheiten des neuen Getriebes hervor: „Es ist besonders präzise, langlebig und energiesparend.“ Eine solche Präzision, wie sie in diesem Getriebe stecke, gebe es „weltweit noch nicht“. Das „Melior Motion Getriebe“ sei für alle Industrieproduktionen geeignet, in denen Roboter etwas fertigen. Nentwig: „Unser Getriebe können alle Industriezweige einsetzen, zum Beispiel die Automobilhersteller, die Elektronikindustrie oder die Handyproduzenten.“

 Dass mit dem neuen Getriebe tatsächlich ein neues Zeitalter bei Premium Stephan beginnt, daran zweifelt auch Marketingmanager David Kopka nicht: „Wir haben alle Tests bei führenden Roboterherstellern auf Anhieb bestanden.“ Entwickelt wurde das Getriebe von drei Konstrukteuren, die bereits länger im Betrieb arbeiten. Nentwig: „Ihr Know-how hat diese Entwicklung möglich gemacht. Wir sind stolz darauf, dass wir solche tollen Mitarbeiter haben.“

 Vor diesem Hintergrund sind sich bei Premium Stephan auch alle sicher, dass das neue Produkt einschlägt. Ein Erfolg bei den Kunden in der Industrie sei allerdings auch vonnöten, will Premium Stephan nicht nur den technischen, sondern auch den wirtschaftlichen Turnaround schaffen. Im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 wurde ein Umsatz von 22,6 Millionen Euro verbucht, unter dem Strich ist aber nicht mehr als eine schwarze Null herausgekommen. In den Vorjahren war Premium Stephan defizitär.

 Im noch laufenden Geschäftsjahr 2014/15 ist nach den Worten von Nentwig ein Umsatz in Höhe von 24 Millionen Euro realistisch. Das neue Getriebe soll alles zum Guten wenden. Nentwig: „Wir wollen innerhalb von fünf Jahren den Jahresabsatz auf 40000 Getriebe verdoppeln – und damit auch den Umsatz.“ Derselbe Fünf-Jahres-Plan sieht auch weitere Investitionen in Höhe von sieben Millionen Euro vor – in Maschinen und Anlagen, um die geplanten Kapazitätserweiterungen auch stemmen zu können. Da die Herstellung dieser Getriebe ausschließlich in Hameln erfolgen soll, „werden wir auch neue Mitarbeiter brauchen“, kündigt Nentwig an. Und schiebt hinterher: „Wir wollen uns auch wieder als attraktiver Arbeitgeber am Standort positionieren.“

 80 der aktuell 150 Mitarbeiter sind in der Fertigung beschäftigt. Die liefern demnächst das neue Getriebe in alle Welt, schließlich hat Premium Stephan einen Exportanteil von 80 Prozent. Asien und dort vor allem China gelten als Hauptmärkte der Hamelner Getriebespezialisten. tt

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