Navigation:

Tod des Flüchtlings in Abschiebehaft

Ministerium
 kann keine
 Fehler erkennen

Vor dem Suizid des Flüchtlings in der Abschiebehaft Anfang Juli in Langenhagen hat es aus Sicht des Innenministeriums keine Behördenfehler gegeben. Auch die Verhaftung des 58-Jährigen in der Ausländerbehörde des Landkreises Harburg sei rechtens gewesen, erklärte am Freitag ein Sprecher von Innenminister Uwe Schünemann.

Lesezeichen setzen:

Nach einer ersten Untersuchung habe es „keine Hinweise auf Versäumnisse gegeben“.

Der Flüchtlingsrat hatte in der vergangenen Woche schwere Anschuldigungen gegenüber der Ausländerbehörde des Landkreises Harburg und der Zentralen Aufnahme- und Ausländerbehörde (ZAAB) des Landes erhoben.

Demnach sollte Slawik C., der bei seiner Einreise angegeben hatte, aus Aserbaidschan zu stammen, wissentlich in ein falsches Land abgeschoben werden. Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte davor gewarnt, dass es sich bei Slawik C. nicht um jenen Mann handelt, den Interpol als Slavik K. aus Armenien identifiziert hatte. Dennoch beauftragte der Kreis Harburg die ZAAB, ein Passersatzpapier aus Armenien zu besorgen. Im Mai übermittelte die Botschaft der Kaukasusrepublik ein solches Papier, in dem allerdings eigene Angaben Slawik C.s zu Geburtstag und Geburtsort mit den abweichenden Informationen von Interpol vermengt sind. Nach Angaben von Paul Middelbeck, Referatsleiter Ausländer- und Asylrecht im Innenministerium, hätten die armenischen Behörden den Flüchtling eindeutig als eigenen Staatsbürger identifiziert. Deutsche Behörden hätten keine Möglichkeit, die Plausibilität der Identitätsermittlung eines anderen Staates zu prüfen.

Grüne und Linke wollen sich mit der Erklärung nicht zufriedengeben. Sie forderten am Freitag weitere Aufklärung im Landtag. „Der Kern des Vorwurfs ist nicht ausgeräumt“, sagte Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel. Auch Pia Zimmermann von der Linksfraktion ist unzufrieden: „Unsere Fragen sind nicht beantwortet.“

[Karl Doeleke]

Kommentar schreiben

Bundesligatrainer 2010/11




zur Webseite miss-schaumburg.de

Miss Schaumburg

Jetzt geht’s wieder los! Die Schaumburger Nachrichten suchen zum zweiten Mal das hübscheste Gesicht im Schaumburger Land. Infos zum Bewerbungsstart gibt es hier. mehr


 

Registerbekanntmachungen




Aktuelle Ausgabe und Archiv

SN-Kinderglück

SN-Babyglück

In jeder Woche erblicken im Kreiskrankenhaus Stadthagen und im Bückeburger Krankenhaus Bethel Babys das Licht der Welt. mehr


 

SN-Abo-Service

SN Heimat erleben

SN-Abo-Service Erreichbarkeit

Jetzt neu: Der SN-Abo-Service ist telefonisch schon ab 6 Uhr unter 0180/100 10 21* zu erreichen (*3,9 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz, 42 Cent/Min. Mobilfunkhöchstpreis). Im Internet ist der Abo-Service online 24 Stunden erreichbar. mehr


 

Anzeige

SN Karte

SN-Online Sachsenhagen Niedernwöhren Lindhorst Bad Nenndorf Bückeburg Nienstädt Stadthagen Rodenberg Obernkirchen Auetal Bad Eilsen Rinteln

Videos

Bilder, die (sich) bewegen

Mit den SN-Videos können Sie sich zu allen Bereichen informieren, egal ob es sich um Nachrichten aus aller Welt handelt oder die Filmtrailer der aktuellen Kinowoche. Für jeden Geschmack ist mit Sicherheit etwas dabei. mehr


 

Sudoku

Rätseln kann süchtig machen

Das japanische Zahlenrätsel Sudoko gibt es jeden Tag in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden inklusive Hilfe, wenn es zu schwierig wird. Wer nicht genug bekommt, kann auch später die Rätsel der vergangenen Tage lösen. Aber Achtung: Rätseln kann süchtig machen. mehr