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Zum Artikel „Grüne wollen neue Standortdebatte“ vom 22. Juni

Intaktes Naherholungsgebiet wird verschandelt

Endlich, könnte man sagen, kommt auch bei den Grünen Kritik auf über den geplanten Klinikneubau auf der „Grünen Wiese“. Denn bisher war weder von den Grünen, dem NABU noch von anderen Interessengemeinschaften in Zeitungen etwas darüber zu lesen.

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Ich möchte ich mich der Kritik anschließen und meinen Unmut zum Ausdruck bringen ein intaktes Naherholungsgebiet durch den Bau eines über 20 Meter hohen Krankenhauses zu verschandeln. Die Auenlandschaft mit der meist friedlich dahin fließenden Aue, würde nicht wieder gutzumachenden Schaden erleiden. Die geplanten Ausgleichsmaßnahmen sind doch nur Augenwischerei. Viele heimische und auch zum Teil seltene Tiere würden dort nicht mehr zu sehen sein. Rehe, die dort äsen, wären verschwunden. Der jetzt noch herrliche Blick über das blühende Korn mit Blick auf die Vehlener Kirche wäre für immer weg. Aber auch zu einer anderen Jahreszeit ist es lohnenswert dort zu verweilen.

Stattdessen schaut man auf einen hässlichen Betonklotz. Ich bin überzeugt davon, dass die Verantwortlichen noch nie einen Spaziergang gemacht oder in einer anderen Art und Weise sich fortbewegt haben, vielleicht hätte der ein oder andere bei der Abstimmung anders entschieden, Ausschreibungen für den „schönsten Bau“ und Prämierung mit einem hohen Geldbetrag waren anscheinend wichtiger.
Fremde auswärtige Planer, Architekten usw. entscheiden mit, wie unsere reizvolle Gegend mit Erholungswert zerstört wird.

Dort, zwischen Röhrkasten, Ahnsen und Vehlen hat man noch seine Ruhe. Vielen Menschen, Wanderer, Radfahrer, Spaziergänger, Mütter mit Kinderwagen und Läufer, begegnet man, Dabei sprechen mich Menschen an, beziehungsweise ich sie, um in dem Gespräch zu erfahren, dass sie es nicht fassen können, dass dort bald Mitten in der Landschaft ein Betonklotz gebaut werden soll. Zusätzlich soll noch der Wirtschaftsweg „Auf dem Stapel“ als Verbindungsstraße ausgebaut werden. Dann ist wirklich alles zerstört, was noch zerstören werden kann.

Meines Erachtens wäre der Standort zwischen Ahnsen und Vehlen links der Landstraße, dort wo bereits die neue Straße zur B 65 geplant ist, viel besser geeignet. Keine gravierenden Eingriffe in die Natur, gute verkehrstechnische Anbindungen für Besucher, Krankenwagen, Feuerwehr. Lärm und Gestank würden für die Einwohner in Ahnsen und Vehlen einigermaßen in Grenzen gehalten. Kein Bau in unmittelbarer Nähe der Bewohner.

Ich kann nur hoffen, mehr kann ich dazu nicht beitragen, dass auch aus der Bevölkerung vermehrt Proteste kommen. wie in Müsingen und Luhden oder auch anderswo, um die herrliche Landschaft mit dem Naherholungsgebiet in der Vehlener Marsch in ihrem jetzigen Zustand erhalten.
Joachim Voigt Ahnsen


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