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Bad Rehburg „Das musste doch nicht sein!“
„Das musste doch nicht sein!“
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14:55 13.09.2013
Ton van den Born, Michael von der Haar und Bernd Müller am Spielfeldrand der Norddeutschen Patientenmeisterschaft. Quelle: ade
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Von Beate Ney-Janssen

Bad Rehburg/Schinna. Die Stralsunder hatten sicherlich die weiteste Anfahrt hinter sich, als sie auf dem Fußballplatz des TSV Anemolter-Schinna landeten. Sie - wie auch alle anderen Mannschaften - nahmen den nahezu dauerhaft strömenden Regen relativ klaglos in Kauf, ist es doch immer auch ein Privileg, bei den Norddeutschen Patientenmeisterschaften dabei sein zu dürfen. Eine solche Abwechslung wird den Männern nicht allzu häufig geboten.

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Dass das Turnier ein weiteres Mal zustande gekommen ist, hat sicherlich mit dem Einsatz Ton van den Borns zu tun. Der Mitarbeiter der Bad Rehburger Klinik engagiert sich seit Jahren dafür, organisiert nahezu den kompletten Wettkampf und hat dieses Mal am Vortag nicht wenig vor sich hingeschimpft, als ihm beim Markieren der Spielfelder der Regen ins Gesicht peitschte. Während der Meisterschaft war dieser Ärger aber schon wieder vergessen und guter Wille da, die Arbeit der Vorbereitung auch im kommenden Jahr leisten zu wollen.

Für Klinikchef Michael von der Haar ist zumindest eine Stippvisite an den Spielfeldrand auch in diesem Jahr obligatorisch gewesen zu der selbstverständlich auch der Jubel über ein Unentschieden ‚seiner’ Mannschaft gehörte – und ein „Das musste doch nicht sein!“ angesichts eines sauber platzierten Eigentores. Das konnte auch Bernd Müller, Bürgermeister der Samtgemeinde Mittelweser, zu der Schinna gehört, nur unterstreichen.

Gewonnen hat nach vielen Stunden, in denen auf kleinem Feld ein Spiel nach dem anderen ausgetragen wurde, die Mannschaft aus Bernburg. Die Gastgeber kamen auf Platz 5. Um zur Deutschen Meisterschaft im Patientenfußball zu kommen genügt das nicht – aber das nächste Ereignis haben die Bad Rehburger im kommenden Jahr schließlich wieder nahe vor ihrer Tür.