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Bad Rehburg Land streicht Förderung für Bad Rehburg in 2011
Land streicht Förderung für Bad Rehburg in 2011
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14:37 28.03.2011
Das ehemalige „Kurhaus Lohr“ ist das erste Gebäude in Bad Rehburg, das saniert werden soll – trotz der Streichung der Fördermittel wird mit den Arbeiten begonnen.
Das ehemalige „Kurhaus Lohr“ ist das erste Gebäude in Bad Rehburg, das saniert werden soll – trotz der Streichung der Fördermittel wird mit den Arbeiten begonnen. Quelle: ade
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Bad Rehburg (ade). Der Wehmutstropfen in der Hoffnung auf Belebung des Rehburg-Loccumer Ortsteils ist die Nachricht aus dem Niedersächsischen Sozialministerium, dass Bad Rehburg für 2011 keine Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ erhält.

Drei Gebäude, die das Ortsbild bestimmen und die über Jahrzehnte vom Landeskrankenhaus Bad Rehburg genutzt wurden, will der Investor Lars Plate zu Hotels umbauen. Für Bad Rehburg ist das ein Glücksfall – hat das Land doch etliche Aufgaben des Krankenhauses nach Wunstorf verlagert und sich über Jahre kaum um Nachnutzungen für die leer stehenden Gebäude bemüht. Ein Investor tauchte im vergangenen Jahr auf, kaufte zwei der Gebäude, bemüht sich um den Kauf des dritten, noch teilweise von der Klinik benutzten Gebäudes und wollte in diesem Jahr mit Instandsetzung, Umbau und Sanierung durchstarten.

Noch vor wenigen Tagen ließ Stadtbürgermeister Dieter Hüsemann verlauten, dass der Bauantrag für das erste Gebäude – das „Kurhaus Lohr“ – gestellt sei. Der Rat der Stadt hat jüngst die Weichen für die Umnutzung mit seiner Zustimmung zu einer Änderung des Flächennutzungsplans gestellt. Unsicherheit in dieser hoffnungsfrohen Stimmung schaffte dann eine Mitteilung des Sozialministeriums mit langer Liste aller zu fördernden Städtebauprojekte für 2011: Bad Rehburg ist daran nicht verzeichnet.

Auf Nachfrage bekam Hüsemann im Ministerium die Auskunft, dass dieses kein Versehen sei. Mit dem Umbau des Kurhauses, sagte Hüsemann, solle dennoch in Kürze begonnen werden. Restmittel aus den Vorjahren in Höhe von rund 500.000 Euro sind noch vorhanden, diese sollen zunächst eingesetzt werden.

„Wir gehen davon aus, dass wir in 2011 wegen der geringen Inanspruchnahme in den vergangenen Jahren nicht berücksichtigt wurden“, meint Hüsemann. Das Sozialministerium habe er darauf hingewiesen, dass die Investitionen in Bad Rehburg, die mit der Sanierung der historischen Kuranlage begonnen wurden, auch für die Hotel-Projekte fließen müssten, um die Stadtsanierung nicht zunichte zu machen. Für 2012 hoffe die Stadt darauf, wieder in das Programm aufgenommen zu werden.

Das Sozialministerium begründete die tiefen Einschnitte – nicht nur für Bad Rehburg – in dem Programm „Soziale Stadt“ mit den vom Bundestag überraschend vorgenommenen Kürzungen.