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Bad Rehburg Mal mit Georg V. reden
Mal mit Georg V. reden
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20:45 03.03.2014
Der König schleppt seinen Thron selbst – in der „Romantik Bad Rehburg“ zum Friederiken-Geburtstag. Quelle: ade
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Von Beate Ney-Janssen

„Ich muss noch mal mit Georg V. reden.“ Kaum hatte Andreas Schnackenberg, Projektleiter in der „Romantik Bad Rehburg“, dieses ausgesprochen, da kam besagter König auch schon um die Ecke. Seinen Thron hatte er fest im Griff und schleppte ihn von der Friederikenkapelle gemeinsam mit einem „Bediensteten“ in den Saal der Wandelhalle des Ensembles – fröhlich lächelnd, denn ihm und seinem Gefolge gebührte an diesem Tag ein großer Teil der Aufmerksamkeit.

 Unter dem Titel „Herrschaftszeiten“ ist eine Gruppe aus Hannover in historischen Kostümen zum Friederiken-Geburtstag nach Bad Rehburg gekommen – darunter besagter Georg V., der einst König von England war. Mit dabei hatte die Gruppe selbstverständlich auch das Geburtstagskind, Königin Friederike von Hannover, der beileibe nicht anzusehen war, dass sie bereits ihren 236. Geburtstag feierte. Das Ensemble flanierte den Tag über durch die Anlage, kam zu spät zur Andacht in die Kapelle und wurde dennoch herzlich empfangen, ließ sich auf der Bühne der Wandelhalle nieder und lauschte sowohl Klavier- als auch Flötentönen, inszenierte sich zur Freude der Besucher selbst und verlieh dem Projektleiter gar einen Orden, der ihn als Hofrat ausweisen sollte.

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 Das verbindende Glied zwischen den Königshäusern Hannovers und Englands zeigte anschließend der ehemalige Landtagspräsident Jürgen Gansäuer auf. Die Personalunion zwischen den beiden Staaten ist Thema eines seiner Bücher. Informativ stellte er vor, was es damit seinerzeit auf sich hatte.

 Viele weitere Facetten hatte die „Romantik“ zu diesem Geburtstagsfest aufbereitet: literarisch geprägte Führungen durch die Ausstellung zum Kurleben der Romantik, eine kurze Gästeführung von Bad Rehburgs Barbierin und ihrem Gatten, Kaffee und Kuchen in großen Mengen – bei denen der Förderverein mit dem Ausschenken angesichts der zahlreichen Besucher kaum nachkam – und zusätzlich noch eine Vernissage im Neuen Badehaus. Dort sind Bilder und Fotografien der Künstlerinnen Helga Engelmann und Renate Heidbüchel noch bis zum 21 April zu sehen.