Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bad Rehburg Menschentrauben bilden sich an den Motorhauben
Menschentrauben bilden sich an den Motorhauben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 19.09.2012
Neugierige Blicke sind erlaubt und erwünscht – ‚mit den Fingern gucken‘ sehen viele der Roadster- und Oldtimer-Besitzer hingegen nicht so gerne.
Neugierige Blicke sind erlaubt und erwünscht – ‚mit den Fingern gucken‘ sehen viele der Roadster- und Oldtimer-Besitzer hingegen nicht so gerne. Quelle: ade
Anzeige

Bad Rehburg (ade). „Na, soll ich mal eine Menschentraube verursachen?“ Dazu gehört nicht mehr als das Öffnen der Motorhaube an dem schwarzen Lagonda – und schon bildet sich besagte „Traube“ um den Motorblock des Fahrzeugs, dass der Herr am frühen Morgen von Pinneberg nach Bad Rehburg gefahren hat. Dieser Trick funktioniert nicht nur bei diesem zugegebenermaßen sehr auffälligen Fahrzeug. Auch auf andere Motoren werfen diejenigen, die zu den Roadster- und Oldtimer-Treffen nach Bad Rehburg gekommen sind, nur zu gerne einen Blick.

Rund 120 Fahrzeuge waren es in diesem Jahr, deren Fahrer das schöne Wetter nutzten, um ihre Jaguar und Kobra, Caterham und Elisen, Fiat, Porsche, Jeeps, Käfer und etliche andere, die in besagte Kategorie passen, auf den Rasen der „Romantik Bad Rehburg“ zu stellen. Einmal im Jahr wird dieser Rasen freigegeben.

Dabei gibt es eine Bedingung des „Romantik“-Teams: Bitte schön die Wege und Rasenflächen nicht durch durchdrehende Räder ruinieren. Diese Vorgabe haben bisher alle Fahrer vorbildlich erfüllt. „Dann sind wir wohl auch im nächsten Jahr willkommen“, freute sich der Organisator des Treffens, Ulrich Helms.

So mancher der zu dem Treffen kam, hatte weite Wege auf sich genommen. Oldenburg, Hamburg, Diepholz, Herford, Minden – die Autokennzeichen gaben beredte Auskunft über die Herkunft der Fahrer. Dass kein Programm das Programm bei diesem Treffen ist, erfuhren alle diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren. Zusammen kommen, Gespräche über alte, nicht so alte und ausgefallene Fahrzeuge führen, dann noch einen Kaffee auf der Terrasse der Wandelhalle des historischen Ensembles genießen und womöglich in kleinen Gruppen und mit röhrenden Motoren die Umgebung in Eigenregie erkunden – das ist das Programm.

Bisher hat sich das Konzept bewährt – ansonsten kämen manche vermutlich nicht bereits zum fünften Mal dazu und vermutlich würden ansonsten nicht Jahr für Jahr mehr Fahrzeuge auf dem Rasen zwischen den Kurgebäuden stehen.