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Loccum Auf Wegen zu Gott und sich selbst
Auf Wegen zu Gott und sich selbst
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17:19 31.01.2011
Der Neue im Pilgerhaus: Gabriel-Alexander Reschke ist nun Pilgerpastor in Loccum.
Der Neue im Pilgerhaus: Gabriel-Alexander Reschke ist nun Pilgerpastor in Loccum. Quelle: ade
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Loccum (ade). Einige Monate lief die Pilgerarbeit in Loccum auf Sparflamme. Pastorin Maike Selmayr, die kurz nach der Eröffnung des Pilgerweges Loccum-Volkenroda im Jahr 2005 damit begann, die Pilgerarbeit aufzubauen, hatte eine Pfarrstelle in Selsingen bekommen - die Pilgerpastoren-Stelle blieb eine Weile verwaist. Das hat sich nun geändert. Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und der Konvent des Loccumer Klosters beschlossen, die Loccumer Pilgerarbeit fortsetzen zu lassen – und so ist Reschke in die Fußstapfen der Pilgerpastorin getreten.

Der 58-Jährige hat Stationen in Osterode und Celle hinter sich, hat im Missionswerk in Hermannsburg einige Jahre gewirkt, und war weitere Jahre in der Jugendarbeit der Landeskirche in Hannover tätig. Dort, erzählt Reschke, habe er mit dem Pilgern begonnen. Damals habe es allerdings noch nicht „Pilgern“ geheißen, stattdessen sei er eben mit Jugendlichen „Mit Bibel und Rucksack“ auf dem Weg gewesen – auf einem Weg zu Gott und zu sich selbst.

Was er in Loccum anbietet, das ist nun in erster Linie auf die Pilger zugeschnitten, die dort ihren Weg beginnen oder enden lassen wollen. Den Pilgersegen können sie von ihm bekommen, können die Martinus-Kapelle nutzen, die eigens für die Pilger gebaut wurde. Falls Gruppen begleitetes Pilgern wünschten, sagt Reschke, könnten sie die Begleitung bei ihm nachfragen. Zum einen stünden dafür ehrenamtliche Pilgerbegleiter zur Verfügung, zum anderen werde er die ein oder andere Gruppe auch selbst für einen Tag auf dem Weg führen und geistlich begleiten.

Und auch Pilger, die eine Herberge suchten, seien nach wie vor in Loccum willkommen. Das Pilgerhaus werde derzeit zwar teilweise zu dringend benötigten Vikarswohnungen für das Predigerseminar umgebaut, aber Pilger, die um Aufnahme bäten, würden nicht abgewiesen. Und ab dem Sommer, wenn die Bauarbeiten beendet seien, könnten auch Pilgergruppen wieder aufgenommen werden.

Was er Pilgern und allen anderen Menschen darüber hinaus anbietet, ist die Seelsorge. Als Angebot für diejenigen, die nicht direkt um ein Gespräch nachfragen mögen, will er am zweiten und vierten Freitag jedes Monats, 16 bis 18 Uhr, zu „Gesprächen im Kreuzgang“ einladen.