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Loccum „Besser als das Original“
„Besser als das Original“
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19:02 08.08.2010
Gute Band, prima Stimmung, laue Sommernacht: Der „KulTour-Verein“ beschert 500 Besuchern ein schönes Konzert.
Gute Band, prima Stimmung, laue Sommernacht: Der „KulTour-Verein“ beschert 500 Besuchern ein schönes Konzert. Quelle: ade
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Loccum (ade). Als „ein bisschen fanatisch“ bezeichnet sich Wolfgang Bönisch, wenn es um die Beatles und deren Cover-Band „The Silver Beatles“ geht. Vor einigen Jahren, sagt der Stadthäger, habe er die Band zum ersten Mal gehört – und tue es nun immer wieder. „Die Musik hier ist ja kein Vergleich zu den alten Platten mit der scheppernden Qualität“, sagt Bönisch und meint, dass die Cover-Band dem Original nicht nur in nichts nachsteht, sondern sie sogar noch übertrifft.

Mit seiner Begeisterung hat der Verwaltungsbeamte in mittleren Jahren auch andere infiziert: 43 Menschen gehören zu dem Kreis, mit dem er zu dem Konzert in der Loccumer Heimvolkshochschule gekommen ist: Freunde, Nachbarn, Kollegen und sogar einige Fans aus Dortmund, die er bei anderen Konzerten kennen gelernt hat. „Die haben sich hier einquartiert, die Heimvolkshochschule hat ja auch ein Hotel“, sagt Bönisch, bevor er wieder vor die Bühne geht, um die ganze Bandbreite der Beatles-Songs von „Penny Lane“ bis zu „Strawberry Fields“ zu genießen.

„Wie heißt unser Drummer?“, brüllt Johnny Silver alias John Lennon in die Menge auf dem Rasen. Die prompte Antwort lautet „Ringo“ – so überzeugt sind die 500 Menschen von der Show, die ihnen geboten wird. Mehr als 300 Karten seien allein im Vorverkauf über den Tresen gegangen, freut sich die Vorsitzende des „KulTour-Vereins“, Annette Albrecht-Kesselhut – viel mehr als bei jedem anderen Open Air, zu dem der Verein je eingeladen habe. Die Songs der Beatles seien eben unsterblich und dass die „Silver Beatles“ vor fünf Jahren schon einmal bei „KulTour“ für eine grandiose Nacht sorgten, habe viele Besucher zu Zweittätern werden lassen. Auch für den neuen Spielort – statt der Wiese hinter dem Rehburger Rathaus nun der Park der Heimvolkshochschule – hat sie nur Lob übrig: der Aufbau sei wegen der kürzeren Wege für die Technik wesentlich einfacher gewesen, das habe viel Stress im Vorfeld erspart.

Dass die Musik nicht nur ein Revival für diejenigen ist, die als Heranwachsende den Beatles-Hype selbst miterlebt haben, zeigen zwei Teenies, die Arm in Arm über einen der Wege hüpfen und laut „Can’t buy me love“ mitsingen. Das „Mittelalter“ mochte dem in nichts nachstehen und kam nur gar zu gern der Aufforderung nach, doch bitte von den Bänken aufzustehen und so richtig mit dem ganzen Körper mitzumachen, zu tanzen, zu klatschen und auch in die Refrains einzustimmen.