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Loccum Erfreuliches Ende einer unendlichen Geschichte
Erfreuliches Ende einer unendlichen Geschichte
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19:55 25.08.2010
Die Kinder bedanken sich mit tatkräftiger Unterstützung für die neue Straße, während Jörg Bode (rechts) und Dieter Hüsemann (Mitte) tragende Rollen übernehmen. Foto: ade
Die Kinder bedanken sich mit tatkräftiger Unterstützung für die neue Straße, während Jörg Bode (rechts) und Dieter Hüsemann (Mitte) tragende Rollen übernehmen. Foto: ade
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14 Monate Bauzeit liegen hinter den Anwohnern der Rehburger Straße in Loccum, die ihre Häuser an dem einen Kilometer langen Bauabschnitt haben, der nun frei gegeben wurde. Gelassen haben sie Staub, Dreck und Unannehmlichkeiten auf sich genommen und die Freigabe der Straße mit einem Kinderfest gefeiert. Denn eine neue Straße wollten sie alle haben.
Eng, unübersichtlich und in schlechtem Zustand war die Landesstraße zuvor. Seit den achtziger Jahren hatte die Kommune im Ministerium um Abhilfe gebeten. Abgeordnete, der Abt des Loccumer Klosters, Bürgerinitiativen und nicht zuletzt Nele hätten geholfen, damit dieses Ansinnen schließlich Gehör gefunden habe, sagte Hüsemann.
Der neunjährigen Nele gelte sein besonderer Dank, sagte Hüsemann, da sie ihm vor zwei Jahren geschrieben habe, dass sie so gerne alleine bei Bauer Kurti in der Nachbarschaft Milch holen und auch ihre Freunde besuchen wolle, das wegen der gefährlichen Straße mit dem schmalen Fußweg aber nicht gehe. Neles Briefe rührten auch im Ministerium an und trugen dazu bei, den Stein ins Rollen zu bringen. Bodes Entschuldigung für die lange Verzögerung des Baus war der „schwere Haushaltskonsolidierungsweg“. Die Straße kostet das Land 1,2 Millionen Euro, die Stadt hat 390 000 Euro dazugegeben.
Bode stellte heraus, dass das Land in den Herbstferien auch die Landesstraße 370 zwischen Rehburg und Husum aufarbeiten werde. Die SPD-Fraktion im Landtag hatte diesen Abschnitt vor wenigen Monaten zur drittschlechtesten Landesstraße in Niedersachsen gekürt. Hüsemann hörte das gern, zog aber nach, dass etliche der Landesstraßen, die durch die Stadt führten, derer es nicht wenige gebe, ebenfalls sanierungsbedürftig seien. Hoffnungsfroh stellte der Bürgermeister die Frage an Nele, ob sie wohl wegen weiterer Straßen auch Briefe schreiben wolle. Während Bode lachend abwinkte, verwies Nele auf ihre jüngeren Brüder.
Bild 1+2: Die Kinder bedanken sich mit tatkräftiger Unterstützung für die neue Straße, während Jörg Bode (rechts) und Dieter Hüsemann (Mitte) tragende Rollen übernehmen. ade
Bild 3: Mitten auf der neuen Straße: Nele mit Dieter Hüsemann (links) und Jörg Bode. ade