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Loccum Fahrten für Pechvögel und „Dicke Hennen“
Fahrten für Pechvögel und „Dicke Hennen“
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19:41 06.09.2010
Die schwer zu steuernde „Dicke Henne“ landet in den Strohballen – und wird anschließend von den Zuschauern wieder auf die Piste gebracht.
Die schwer zu steuernde „Dicke Henne“ landet in den Strohballen – und wird anschließend von den Zuschauern wieder auf die Piste gebracht. Quelle: ade
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Loccum (ade). „Mach ’s gut, Angelique!“ Kaum war der Wunsch ausgesprochen, sauste Angelique auch schon die Rampe und den Berg an Loccums Wasserwerk herab, begleitet vom Klatschen und Anfeuern der Menschen hinter den Strohballen. 42 Rennfahrer – Kinder und Jugendliche – in zehn Seifenkisten haben sich so wie Angelique vom Team der Wilhelm-Busch-Schule auf die Piste gewagt. Eigentlich sei es ihr ein wenig zu schnell gewesen, meint Angelique – und gesteht grinsend, dass die Seifenkiste bei ihrer Fahrt einige kleine Kratzer im Lack bekommen habe.

Es waren nicht die einzigen Kratzer und Schrammen an diesem Tag, an dem der Loccumer Verein für Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit zu dem Rennen eingeladen hatte. Mirlay überschlug sich im Probelauf mit ihrer Kiste, kam mit dem Schrecken davon und wagte wenig später den nächsten Versuch. Die „Dicke Henne“ – die Seifenkiste, die der Loccumer Rassegeflügelzucht-Verein gebaut hatte – verschaffte ihren Fahrern Probleme durch ihre sensible Lenkung. Im Zickzack-Kurs ging manche Tour hinunter, eines der Kinder landete inmitten der Zuschauer. Die reagierten schnell, stellten die Kiste erneut auf den Weg, gaben einen kräftigen Schubs und jubelten, als die „Dicke Henne“ im Ziel landete. Wenn sie auch nicht die schnellste Kiste war, so gab es für diese „Henne“ doch den Preis für die originellste Kiste des Tages.

Die Pechvögel des Tages waren im Team der „Roadrunner“. Während die übrigen Teams sich zum ersten Start auf die Rampe ziehen ließen, saßen die „Roadrunner“ deprimiert im Hintergrund. „Lenkungsschaden“ brummelte Johannes nur. Fixe Reparaturarbeiten ließen den „Runner“ kurzzeitig in den Genuss der Fahrten kommen, bis zum Ende hielt er dennoch nicht durch. Zum Trost gab es den „Pechvogel-Sonderpreis“.

Die unangefochtenen Gewinner mit der schnellsten Kiste waren die Mitglieder des Rehburger Vereins „Ski und Wandern“. Das hatte zur Folge, dass auch sämtliche Pokale in den Einzelwertungen an „Ski und Wandern“ gingen: an Pascal Kuban bei den Acht- bis Zehnjährigen, an Sören Müller in der Klasse bis zwölf Jahre, bei den bis 15-Jährigen an Chris Robin Hainke und an Jan Gallmeyer für die Klasse ab 16 Jahre.

Einen weiteren Sonderpreis zauberten die Organisatoren für die originellste Zeit hervor: dreimal fuhren die „Freeki’s“, eine Jugendgruppe aus Bückeburg, nach 31,21 Sekunden durch das Ziel.