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Loccum Freundschaften für den Rest des Jahres
Freundschaften für den Rest des Jahres
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19:18 30.12.2013
Freunde in allen Lebenslagen sind die Clowns für den Rest des Jahres in der Loccumer Akademie. 
Freunde in allen Lebenslagen sind die Clowns für den Rest des Jahres in der Loccumer Akademie.  Quelle: ade
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Loccum. „Wir stimmen euch ein auf Freundschaften für den Rest des Jahres!“ – Die Clowns Kiki und Flitze haben in einem Satz zusammengefasst, um was es bei der diesjährigen Silvestertagung gehen sollte: Freundschaften als Oberthema, gemeinsam durch dick und dünn gehen und das eben hier und jetzt für den Rest des Jahres – oder genauer gesagt vom 28. Dezember bis zum 1. Januar, die Zeit der Tagung eben. Dass manche so geschlossene Freundschaft womöglich auch länger währt, wollte keiner der beiden Clowns ausschließen, während sie humorvoll auf das Thema einstimmten.

Angereichert haben Tagungsleiter Gabriele Arndt-Sandrock und Joachim Herth diese entstehenden Freundschaften mit zwölf Workshops. „Jedem das Seine“ könnte als Oberbegriff über dieser Vielzahl an Angeboten stehen. Denn je nach Interesse ist für jeden Teilnehmer wohl die passende Auseinandersetzung mit Freundschaft zum Jahresende dabei gewesen. Von meditativ über biografisch bis zu handwerklich, kreativ, literarisch, musikalisch, theatralisch oder der Kunst des Stock-Kampfes reichte die Bandbreite der Workshops. Freundschaften vom ersten Knüpfen zarter Bande über das „Füreinander-da-sein“ bis zum ersten heftigen Streit und die Versöhnung als Clown darzustellen, ist eine der Herausforderungen gewesen. Freundschaft und das freundschaftliche Miteinander haben aber auch eine trommelnde Gruppe, ein neu zusammengestellter Chor, Schatten-Theaterspieler sowie auch die Teilnehmer der Schreib- oder der Textilwerksatt erlebt. Und während manche derjenigen, die sich für plastisches Gestalten mit Ton und Gips entschieden hatten, kaum den Blick von ihren Arbeiten hoben, kamen einige der Herren in dieser Gruppe kaum voran – in trauter Runde saßen sie beieinander, redeten und redeten und ließen beinahe den Ton darüber hart werden.

Die Silvestertagung ist einer der festen Bestandteile im Jahresprogramm der Akademie. „Zum Jahresende gehört das Haus uns“, sagt Arndt-Sandrock. 170 Betten hat sie dann stets zu vergeben. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Bewerber auch einen Platz bekommt. Die Warteliste ist stets lang und das Vergabeverfahren seit einigen Jahren so ausgelegt, dass eine Mischung aus „alten“ und „neuen“ Silvestertagungs-Teilnehmern zusammenkommt, dass sowohl Familien mit Kindern als auch Paare und Alleinstehende berücksichtigt werden und alle Altersgruppen vertreten sind. Freundschaften sind so zwischen ganz unterschiedlichen Menschen entstanden – und werden vielleicht auch über den Jahreswechsel hinaus gepflegt.