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Loccum Heulende Wölfe und ein Zyklop
Heulende Wölfe und ein Zyklop
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15:15 22.04.2013
Emilie, Amira und Sophie gehören zu den Preisträgern – und freuen sich über Urkunden, Buchgeschenke und nicht zuletzt über ihre Geschichten. Quelle: ade
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Loccum (ade).

Im dunklen und unheimlichen Wald sind der Abt Eckehard und seine zwölf Mönche unterwegs zur Luccaburg. Erschöpft und frierend stapfen sie durch die Nacht. – Das ist das Szenario, das das Lesenetzwerk vorgegeben hat und auf dem Schüler der 3. bis 6. Klassen aufbauen sollten mit ihren Geschichten. Die gruselige Stimmung haben die Schüler gerne aufgegriffen, haben Wölfe heulen und die Mönche in Falltüren verschwinden lassen, haben erzählt, wie Dornen Kutten zerreißen, den geplagten Mönchen auf der anderen Seite aber auch Gutes getan, wenn sie die freundlichen Bauern beschrieben, die den Wanderern mit warmen Decken halfen. Die wohl fantastischste Geschichte lieferte Henry Lempfer ab. Einen Zyklopen und den ‚Ritter Lempfelot’ baute er ein und holte seine Mönche mit einem wirklich guten Ende aus der spannenden Erzählung. Dafür bekam er den ersten Platz bei den fünften Klassen verliehen.

Die meisten Geschichten seien aus den dritten Klassen der Grundschulen Münchehagen und Rehburg angekommen, sagte die Vorsitzende des Lesenetzwerks, Judith Weber. Manche Klassen hätten das als Schulaufgabe aufgegriffen, an der sie sich mit vollem Einsatz beteiligten. So gab es für die Drittklässler schließlich auch drei Preise. Der erste ging an Lowis Kaßing, der zweite an Amira Semrau und der dritte Preis an Emilie Bante. Um die Gewinner auszuzeichnen, hatte das Lesenetzwerk alle beteiligten Schüler mit ihren Eltern eingeladen.

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Die Chance, die eigene Geschichte vorzulesen, ließen sich Lowis und Amira nicht entgehen. Die anderen Preisträger überließen diesen Part dann doch lieber ihren Eltern. Das machte auch Sophie Fallnacker und sie lief ohnehin außer Konkurrenz. Als einzige Schülerin der zweiten Klassen hatte sie sich beteiligt, nachdem ihre Klassenlehrerin sie auf den Wettbewerb hingewiesen hatte. Sophies Mönche mussten es sich neben Hunger und Kälte auch noch gefallen lassen, dass ihnen ihre Bibel gestohlen wurde. Den kleinen Kriminalfall ließ sie mit dem Plumpsen eines Mönches auf den Abendbrottisch der Luccaburg enden. Auch bei ihr wurde alles gut.

Spaß hatten sie am Schreiben der Geschichten, meinten Emilie, Amira und Sophie nach der Preisverleihung. Und wenn das Lesenetzwerk noch einmal so etwas mache, dann wollten sie gerne wieder dabei sein.